16:12 25 November 2020
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    Am Montagabend ist in der Wiener Innenstadt ein Anschlag verübt worden; es kam zu Schusswechseln. Laut Österreichs Bundeskanzler handelt es sich dabei um einen „widerwärtigen Terroranschlag“. Die jüngste Tragödie ist kein Einzelfall für Österreich. Die größten Terroranschläge im Überblick.

    „Wir werden uns durch Terrorismus niemals einschüchtern lassen und diese Angriffe mit allen Mitteln entschieden bekämpfen“, reagierte Kurz auf die jüngsten Ereignisse in der österreichischen Hauptstadt, wo bei der Terrorattacke drei Menschen ums Leben kamen und 15 weitere verletzt wurden.

    Hier geben wir einen kurzen Überblick der größten Terrorattacken der letzten Jahrzehnte:

    1975: OPEC-Geiselnahme

    Sechs Männer einer Gruppe, die sich selbst als „Arm der arabischen Revolution“ bezeichnete und von Carlos (Ilich Ramirez Sánchez) angeführt wurde, überfielen am 21. Dezember das Hauptquartier der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) in Wien und ermordeten einen irakischen und einen österreichischen Sicherheitsbeamten sowie einen libyschen Delegierten und nahmen 90 Menschen, darunter viele Minister aus den OPEC-Ländern, als Geiseln.

    1979 und 1981: Anschlag auf die Synagoge

    Am 22. April 1979 explodierte im Hof des Stadttempels, der Hauptsynagoge von Wien, ein halbes Kilogramm Plastiksprengstoff. Es gab keine Verletzten, jedoch großen Sachschaden. Die Verantwortung dafür übernahm die palästinensische Extremistengruppe „Adler der Revolution“ (As-Saika).

    Am 29. August 1981 verübten zwei schwer bewaffnete Terroristen der palästinensischen Extremistengruppe „Fatah – Revolutionärer Rat“ eine Attacke auf den Stadttempel mit zwei Toten und 21 teils Schwerverletzten.

    1985: Terroranschlag am Flughafen Wien-Schwechat

    Die Tragödie ereignete sich am 27. Dezember 1985, als drei Terroristen mit Handgranaten und Sturmgewehren eine Passagierschlange, die auf die Abfertigung für einen El-Al-Flug warteten, attackierten. Es wurden drei Zivilisten und einer der Täter getötet. Für den Anschlag war die radikale Palästinensersplittergruppe „Abu Nidals“ verantwortlich.

    1995: Bombenattentat von Oberwart

    In der Nähe der Romasiedlung in Oberwart wurden vier Männer durch eine Sprengfalle getötet. Die Rohrbombe war an einem Schild mit der Aufschrift „Roma zurück nach Indien“ angebracht. Bei dem Versuch, dieses Schild zu entfernen, explodierte der Sprengsatz. 1999 wurde Franz Fuchs für den Anschlag verurteilt.

    2009: Anschlag auf Tempel

    Am 24. Mai 2009 kam es zu einem Anschlag fundamentalistischer Sikhs auf einen Tempel in Wien-Rudolfsheim, bei dem ein aus Indien angereister Guru getötet und neun weitere Personen verletzt wurden. Der Haupttäter erhält 2010 lebenslang, vier Mittäter 17 bzw. 18 Jahre Haft.

    ak/sb

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    Tags:
    Terrorismus, Sebastian Kurz, Anschlag, Wien, Österreich