12:07 02 Dezember 2020
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    Trump gewinnt Schlüsselstaat Florida; Transatlantik-Koordinator befürchtet Ausschreitungen in den USA; Hintergründe des Terrorakts von Wien beschäftigen die Behörden; Künstler drängen auf mehr Corona-Hilfen; Nur Risikogruppen zu schützen, ist nicht machbar; Hurrikan trifft Nicaragua

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Trump gewinnt Schlüsselstaat Florida

    US-Präsident Donald Trump hat sich im Rennen um das Weiße Haus im Schlüsselstaat Florida mit seinen 29 Wahlleuten gegen den Demokraten Joe Biden durchgesetzt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Morgen auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Die Sender Fox News, CNN und NBC prognostizierten Trump dort ebenfalls als Gewinner. Mit 29 Wahlleuten ist Florida einer der wichtigsten umkämpften Staaten. 2016 gewann Trump dort knapp. Er lag damals nur 1,2 Prozentpunkte vor der damaligen demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Umfragen vor dem Wahltag deuteten auf ein knappes Rennen zwischen den diesjährigen Kontrahenten hin. Wenige Staaten entscheiden jetzt über Sieg oder Niederlage für den US-Präsidenten. Würde er in Georgia, North Carolina, Pennsylvania und Michigan gewinnen, wären das 67 weitere Wahlmänner und damit insgesamt 271. Damit hätte er die Mehrheit, die für seine Wiederwahl erforderlich ist.

    Transatlantik-Koordinator befürchtet Ausschreitungen in den USA

    Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer, befürchtet, dass es bei einer längeren Hängepartie nach der Präsidentenwahl in den USA zu gewalttätigen Ausschreitungen kommen könnte. „Wenn es dauert, bis es eine rechtskräftige Entscheidung über den Wahlsieger gibt, ist zu befürchten, dass es auch auf den Straßen zu Konfrontationen zwischen beiden Lagern kommt“, sagte der CDU-Politiker heute Morgen der Deutschen Presse-Agentur. Er glaube aber nicht, dass es einen flächendeckend bürgerkriegsähnlichen Zustand geben werde. Es gebe keine Anführer und keine Organisationen, die so etwas ad hoc auf die Beine stellen könnten. Das Szenario eines Bürgerkriegs halte er für völlig übertrieben.

    Hintergründe des Terrorakts von Wien beschäftigen die Behörden

    Nach dem Terroranschlag mit mindestens vier Todesopfern in Wien gehen in Österreich die Ermittlungen weiter. Zentral ist dabei die Frage, ob der von der Polizei am Tatort erschossene IS-Sympathisant alleine handelte. Bei der Tat am Montagabend war der 20 Jahre alter Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln schwer bewaffnet durch ein Ausgehviertel nahe der Hauptsynagoge in Wien gezogen. Laut Zeugen schoss er wahllos in die voll besetzten Lokale. Vier Menschen starben bei dem Angriff, darunter auch eine Deutsche. Mindestens 22 weitere Menschen wurden verletzt.

    Künstler drängen auf mehr Corona-Hilfen

    Vor dem heutigen Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden haben zahlreiche Künstler einen Aufruf für mehr Corona-Hilfen für Selbstständige unterzeichnet. In dem von der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt initiierten Appell wird die Bundesregierung aufgefordert, die Belange der Solo-Selbstständigen und Freiberufler endlich ernst zu nehmen. Zu den Unterzeichnern zählen die Musiker Udo Lindenberg und Till Brönner sowie die Autorin Carolin Emcke, neben weiteren Grünen-Politikern und Verbänden. Die bestehenden Überbrückungshilfen sollten unverzüglich entbürokratisiert und auch die Notfallhilfen für mehr Betroffene zugänglich gemacht werden. Zudem fordern die über 140 Erst-Unterzeichner, den Weg für einen Unternehmerlohn frei zu machen.

    Nur Risikogruppen zu schützen, ist nicht machbar

    Nur Risikogruppen vor dem Coronavirus zu schützen, ist aus Sicht der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek weder möglich noch machbar. Das Robert Koch-Institut liste Vorerkrankungen auf, die ein Risiko für einen besonders schweren Verlauf haben. Lege man diese Liste zugrunde, seien das 21,9 Millionen Menschen, sagte Ciesek im NDR. Über ein Viertel der Deutschen hatte demnach mindestens eine der berücksichtigten Vorerkrankungen und somit ein Risiko für einen besonders schweren Verlauf.

    Hurrikan trifft Nicaragua

    Der Hurrikan „Eta“ ist mit großer Kraft über die Karibikküste von Nicaragua hinweggezogen. Der gefährliche Wirbelsturm entwurzelte Bäume, deckte Dächer ab und ließ Flüsse über die Ufer treten. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben. Bei einem Erdrutsch in einer Mine in Nicaragua wurde ein Bergmann getötet, berichtete der Fernsehsender TN 8. In Honduras wurde ein 13-jähriges Mädchen von einer einstürzenden Mauer erschlagen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde war „Eta“ nahe Puerto Cabezas im Nordosten von Nicaragua auf Land getroffen.

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