10:54 02 Dezember 2020
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    Biden braucht noch einen Staat bis zum Sieg; AfD will Bundesparteitag notfalls vor Gericht durchsetzen; Mehr Rückstau in Corona-Laboren; Australischer Buchmacher zahlt schon für Biden-Sieg aus; Lufthansa noch tiefer im Minus als gedacht; Hallervorden geht gegen Theaterschließung vor

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    Biden braucht noch einen Staat bis zum Sieg

    Mit den von US-Sendern ausgerufenen wichtigen Siegen in Michigan und Wisconsin steht Joe Biden kurz vor dem Wahlsieg. Ihm fehlte am Mittwochnachmittag (Ortszeit) nur noch ein Staat zum Wahlsieg. Der Bundesstaat Nevada, der die US-Präsidentenwahl entscheiden könnte, will erst heute Abend deutscher Zeit wieder neue Informationen zum Stand der Auszählung veröffentlichen. Gemäß dem aktuellen Stand der Auszählung führt der demokratische Herausforderer Joe Biden in Nevada knapp vor Amtsinhaber Donald Trump mit 49,33 zu 48,69 Prozent. Donald Trump versucht in mehreren Bundesstaaten, Gerichte in die Auszählung der Stimmen bei der Präsidentenwahl eingreifen zu lassen. Unter anderem forderten er und die Republikaner, in Pennsylvania und Michigan die weitere Auszählung der Stimmen auszusetzen, bis ihre Wahlbeobachter besseren Zugang zu dem Verfahren bekommen. In Wisconsin wollen sie eine Neuauszählung. Im Chatham County im Bundesstaat Georgia forderten sie eine strikte Abtrennung von Briefwahlunterlagen, die nach dem Ende der Stimmabgabe am Dienstagabend eintrafen. In Arizona protestieren Trump-Anhänger derzeit vor einer Wahlbehörde. Trump führt Edison Research zufolge in North Carolina mit 50,1 Prozent vor Biden mit 48,7 Prozent. Ausgezählt seien 95 Prozent der Stimmen.

    AfD will Bundesparteitag vor Gericht durchsetzen

    Die AfD will verhindern, dass ihr für Ende November geplanter Bundesparteitag ausfällt. Es sei in der Partei der starke Wille vorhanden, den Parteitag stattfinden zu lassen, deshalb würden man notfalls auch den Rechtsweg beschreiten, sagte der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen. Der Parteitag ist für das letzte November-Wochenende im nordrhein-westfälischen Kalkar geplant. Einen Online-Parteitag als Ersatz schließt die Parteispitze bislang aus. Sitzungen von Parteigremien sind laut der derzeit geltenden NRW-Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit höchstens 250 Personen in geschlossenen Räumen, beziehungsweise 500 Personen unter freiem Himmel, nur nach Zulassung durch die zuständigen Behörden erlaubt.

    Mehr Rückstau in Corona-Laboren

    Immer öfter kommen Corona-Labore mit dem Auswerten von Tests nicht hinterher. So meldeten laut Robert Koch-Institut in der vergangenen Kalenderwoche (bis 1. 11.) 69 Labore einen Rückstau von insgesamt 98.931 abzuarbeitenden Proben. Zwei Wochen zuvor waren es noch 52 Labore mit 20.799 abzuarbeitenden Proben, geht aus dem RKI-Lagebericht von Mittwochabend hervor. 55 Labore nannten laut RKI zuletzt Lieferschwierigkeiten für Reagenzien unter anderem zum Auswerten der Tests sowie für Plastikverbrauchsmaterialien und Pipettenspitzen.

    Australischer Buchmacher zahlt schon für Biden-Sieg aus

    Ein australischer Buchmacher hat nach eigenen Angaben trotz des andauernden Kopf-an-Kopf-Rennens bei der US-Präsidentschaftswahl bereits umgerechnet rund 14 Millionen Euro an Kunden ausgezahlt, die auf Joe Biden als Sieger gewettet haben. Er habe größtes Vertrauen, dass Biden im Oval Office landen werde, sagt ein Sprecher von Sportsbet. Es seien schon mehr als 100.000 Wetten auf einen Sieg des Herausforderers von Amtsinhaber Donald Trump ausbezahlt worden.

    Lufthansa noch tiefer im Minus als gedacht

    Der Geschäftsrückgang in der Corona-Krise und die Stilllegung vieler Flugzeuge hat der Lufthansa im Sommer einen noch höheren Milliardenverlust eingebrockt als gedacht. Unter dem Strich stand im dritten Quartal ein Minus von fast zwei Milliarden Euro, teilte der MDax-Konzern heute in Frankfurt mit. Während die Lufthansa im operativen Geschäft einen Verlust von knapp 1,3 Milliarden Euro verzeichnete, zogen Abschreibungen auf stillgelegte Passagierjets und Finanzgeschäfte zur Absicherung der Treibstoffpreise das Nettoergebnis zusätzlich nach unten. Analysten hatten unter dem Strich im Schnitt mit einem Minus von rund 1,6 Milliarden Euro gerechnet.

    Hallervorden geht gegen Theaterschließung vor

    Der Kabarettist Dieter Hallervorden geht juristisch gegen die vorübergehende Schließung seines Berliner Theaters vor. Wegen der Corona-Pandemie muss auch das Schlosspark Theater bis Monatsende schließen. Er habe einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht eingereicht, erklärte Hallervorden. Er möchte damit eine politische Entscheidung korrigieren, weil er sie für unverhältnismäßig und in Teilen für rechtswidrig halte, teilte Hallervorden der dpa mit. Er berufe sich dabei auf die Freiheit der Kunst, die im Gegensatz zur Freiheit der Berufsausübung keine Einschränkungen kenne.

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