11:53 02 Dezember 2020
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    Eine deutliche Zunahme der Gewalt ist im bewaffneten Konflikt zwischen der militant-islamistischen Bewegung der Taliban und der afghanischen Regierung verzeichnet worden, geht aus einem Bericht am Donnerstag hervor.

    Im dritten Quartal 2020 habe es pro Tag im Durchschnitt etwa doppelt so viele Angriffe gegeben wie im Quartal davor, so der US-Generalinspekteur für den Wiederaufbau in Afghanistan (Sigar). In dem gleichen Zeitraum hätten die afghanischen Kräfte die Anzahl ihrer Bodenoperationen ebenfalls um rund 50 Prozent gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum habe es sogar eine Verdoppelung gegeben.

    Vor allem in den Provinzen sterben laut dem Bericht bei Gefechten noch immer viele Menschen. Nach Angaben der UN-Mission in Afghanistan (Unama) wurden bis Oktober dieses Jahres 2117 Zivilisten getötet und 3822 verletzt.

    Die Taliban-Angriffe zielten auf die Bedrängung und Untergrabung der afghanischen Regierung und Sicherheitskräfte. Dabei wären sie aber innerhalb der Grenzen des Abkommens mit den USA geblieben.

    Friedensgespräche in Kabul

    Vertreter der Taliban und der Regierung in Kabul hatten im September in Katar Friedensgespräche aufgenommen. Eine Waffenruhe lehnen die Islamisten bisher ab. Experten erwarten lange und zähe Verhandlungen, bevor ein Waffenstillstand vereinbart werden könnte. Der Konflikt im Land geht unterdessen weiter. In den vergangenen zehn Jahren wurden in Afghanistan mehr als 100.000 Zivilisten verwundet oder getötet.

    aa/sb/dpa

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    Tags:
    Konflikt, Regierung, Taliban, Bericht, Zunahme, Gewalt, Afghanistan