13:27 04 Dezember 2020
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    Immer öfter kommen in Deutschland Corona-Labore mit dem Auswerten von Tests nicht hinterher. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) meldeten 69 Labore in der vergangenen Kalenderwoche (bis 1. November) einen Rückstau von insgesamt 98.931 abzuarbeitenden Proben.

    Aus dem RKI-Lagebericht von Mittwochabend geht hervor, dass es zwei Wochen zuvor noch 52 Labore mit 20.799 abzuarbeitenden Proben waren. 55 Labore beklagten laut RKI zuletzt Lieferschwierigkeiten für Reagenzien unter anderem zum Auswerten der Tests sowie für Plastikverbrauchsmaterialien und Pipettenspitzen.

    Bearbeitungszeit verlängert sich

    Das RKI schreibt dazu: „Mit steigenden Probenzahlen, wie sie zurzeit aufgrund der weiten Indikationsstellung zu beobachten sind, verlängern sich auch die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten, mit möglichen Konsequenzen für die zeitnahe Mitteilung des Ergebnisses an die betroffenen Personen sowie einem größeren Verzug bei der Meldung an das Gesundheitsamt.“

    In den letzten Wochen gebe es immer mehr Berichte von Laboren, die sich an den Grenzen ihrer Auslastung befänden. Es sei unter anderem „dringend geboten, den Einsatz der Tests im Hinblick auf den angestrebten Erkenntnisgewinn in Abhängigkeit freier Testkapazitäten zu priorisieren“.

    Derweil hat sich die sogenannte Positivenquote bei Corona-Tests in Deutschland in den letzten zwei Monaten etwa verzehnfacht. So fielen in der Kalenderwoche 44 (bis 1. November) laut RKI etwa 7,3 Prozent der Tests positiv aus – der höchste Wert seit der ersten Aprilhälfte. In der Kalenderwoche 35 (bis 30. August) waren es noch rund 0,7 Prozent.

    Die Zahl der wöchentlich durchgeführten Tests stieg in den vergangenen zwei Monaten um 400.000. 191 Labore meldeten zuletzt rund 1,6 Millionen solcher Laboruntersuchungen pro Woche – ein Rekordwert für Deutschland. Die Entwicklung bei Positivenrate und Test-Anzahl spiegelt sich in dem über Wochen starken Anstieg bei den gemeldeten Neuinfektionen wieder.

    Zahl von Corona-Neuinfektionen auf Rekordhoch

    Am Donnerstag erreichte die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen indes einen neuen Höchstwert. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben mit Verweis auf den RKI-Lagebericht vom Morgen 19.990 Fälle binnen eines Tages gemeldet. Den bis dahin höchsten Wert seit dem Ausbruch der Pandemie meldete das RKI am vergangenen Samstag mit 19.059 neuen Fällen.

    ls/sb/dpa

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    Tags:
    Robert Koch-Institut (RKI), Deutschland