12:37 04 Dezember 2020
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    Nach mindestens einem ähnlichen Fall in Deutschland ist das Geflügelpest-Virus H5N5 auch in Dänemark aufgetreten. Nach Angaben der dänischen Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen ist es bei einem toten Wanderfalken auf der Ostsee-Insel Lolland festgestellt worden.

    Angesichts der Nachweise von Geflügelpest bei Wildvögeln in Norddeutschland komme der Fall nicht überraschend. Alle Vogel- und Geflügelzüchter im nördlichsten deutschen Nachbarland werden nun aufgerufen, ihre Tiere vor dem Kontakt mit Wildvögeln zu schützen.

    In den vergangenen Wochen hatten die Behörden in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien vor allem Nachweise des Virus-Typs H5N8 gemeldet. Infektionen mit beiden Geflügelpestviren bei Menschen gibt es dem Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems bei Greifswald zufolge nicht.

    Geflügelpest

    Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vorkommt. Sie kann bei Hausgeflügel mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen verlaufen.

    Zuletzt hatte es einen Geflügelpest-Ausbruch in einer Hausgeflügelhaltung in Schleswig-Holstein im März 2018 gegeben. Die Geflügelpest-Epidemie von November 2016 bis Frühjahr 2017 war die schlimmste Tierseuchenwelle dieser Art in Deutschland seit Jahrzehnten. Über 900.000 Tiere mussten bundesweit getötet werden, allein in Schleswig-Holstein etwa 65.000.

    sm/dpa/gs

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    Tags:
    Dänemark, Pest, Geflügel