21:26 23 November 2020
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    In Spanien ist erneut ein Streit über die Stellung des Spanischen im Verhältnis zu anderen Regionalsprachen wie dem Katalanischen oder dem Baskischen ausgebrochen, meldet die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Madrid.

    Hintergrund ist der seit langem bestehende Konflikt, ob Spanien eher ein zentralistisches Land mit Spanisch als Hauptsprache oder ein Verbund von Regionen mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen sein soll. Zusätzlich angeheizt wird der Streit durch separatistische Bestrebungen vor allem in Katalonien.

    Kompromiss im Bildungsausschuss des Parlaments

    Im Entwurf für eine Reform des Bildungsgesetzes wird Spanisch nun nicht mehr wie bisher als „offizielle Sprache“ im Bildungswesen bezeichnet. Das hatte die Mehrheit der Regierungsparteien PSOE und Unidas Podemos gemeinsam mit der katalanischen Regionalpartei ERC im Bildungsausschuss des Parlamentes durchgesetzt.

    Die beiden Oppositionsparteien Partido Popular (PP) und Ciudadanos kündigten an, sie würden notfalls bis vor das Verfassungsgericht ziehen, um den Vorstoß zu stoppen. Sie sehen die Rolle des Spanischen als eigentlicher Verkehrssprache des Landes gefährdet.

    Spanier in Regionen meist zweisprachig

    Die ganz überwiegende Mehrheit der Spanier beherrscht als Muttersprache nur Spanisch. Viele Regionen wie Katalonien, das Baskenland, Galicien, Asturien, Aragon und Valencia haben jedoch ihre eigenen Regionalsprachen, und die meisten Menschen dort sind praktisch zweisprachig.

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    Tags:
    Kompromiss, Regionalsprachen, Amtssprache, Katalonien, Baskenland, Spanien