12:18 04 Dezember 2020
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    In den vergangenen Tagen sind  laut dem Geschäftsführer der Krankenhaus-GmbH Weilheim-Schongau, Thomas Lippmann, fünf ältere Patienten in Schongau gestorben, die sich im Krankenhaus mit dem Corona-Virus angesteckt hatten. Im Zusammenhang mit den Corona-Todesfällen im Klinikum Schongau in Oberbayern ermittelt die Staatsanwaltschaft München II. 

    Lippmann sprach über die Todesfälle am Freitag in einer telefonischen Pressekonferenz, an der neben ihm auch der Ärztliche Direktor des Schongauer Krankenhauses, Dr. Michael Platz, und sein Weilheimer Kollege Prof. Dr. Andreas Knez teilnahmen.

    „Die Patienten haben bei uns dieses Virus aufgefangen“, bestätigte Michael Platz. Alle seien mit einem negativen Testergebnis in die Akutgeriatrie aufgenommen worden. Ob sie sich bei infizierten Mitarbeitern angesteckt haben oder der Virus von außen an die Betroffenen herangetragen wurde, lasse sich nicht genau sagen.

    Bei den Verstorbenen habe es sich um „hochbetagte, seit langem multimorbide Patienten“ gehandelt, sagte Lippmann.

    Die Klinikleitung habe Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei von sich aus über die Todesfälle informiert und um Ermittlungen gebeten. Man wolle größtmögliche Transparenz. Nur so könne Vertrauen in das Krankenhaus wieder aufgebaut werden, unterstrich Lippmann.

    In dem Krankenhaus waren Ende Oktober Dutzende Corona-Fälle festgestellt worden, alle 600 Mitarbeiter hatten sich in häusliche Quarantäne begeben müssen. Es gebe weiterhin einen Aufnahmestopp für Regelpatienten.

    sm/dpa/gs

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    Todesfälle, Coronavirus