19:01 27 November 2020
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    Die spanische Staatsanwaltschaft hat einem Zeitungsbericht zufolge neue Ermittlungen gegen den spanischen Ex-König Juan Carlos eingeleitet. Es ist bereits das dritte Ermittlungsverfahren gegen den 82-Jährigen nach dem Thronverzicht zugunsten seines Sohnes Felipe VI. im Jahr 2014.

    Anlass für die neue Untersuchung sei ein Bericht der spanischen Anti-Geldwäsche-Behörde Sepblac über mögliche Geldwäsche gewesen, berichtet die Zeitung „Pais“.

    An dem Verfahren sei die Staatsanwaltschaft des Obersten Gerichtshofes Spaniens beteiligt, die zuvor bereits zwei Verfahren gegen das Ex-Staatsoberhaupt eingeleitet hatte. Nähere Angaben sind nicht bekannt.

    Erst am Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft des Obersten Gerichtshofes die Einleitung eines weiteren Ermittlungsverfahrens gegen Juan Carlos bekannt gegeben. Angaben zum Gegenstand der Ermittlungen machte sie nicht. Nach Erkenntnissen des Nachrichtenportals „elDiario“ geht es darum, dass der Ex-Monarch Bankkonten genutzt haben könnte, die weder auf seinen Namen noch auf die Namen seiner Familienangehörigen registriert waren.

    Im Skandal um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen hatte das Oberste Gericht in Madrid bereits am 8. Juni Ermittlungen gegen Juan Carlos angestrengt. Die Ermittler gehen dabei dem Verdacht nach, dass der ehemalige König im Jahr 2008 beim Bau einer Schnellbahnstrecke in Saudi-Arabien durch ein spanisches Konsortium Schmiergeld in Höhe von 100 Millionen US-Dollar kassiert haben könnte. Daraufhin verließ der Ex-Monarch im August 2020 seine Heimat und zog in die Vereinigten Arabischen Emirate.

    leo/ae

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    Tags:
    Geldwäsche, Ermittlung, Staatsanwaltschaft, König, Juan Carlos, Königreich Spanien, Spanien