06:46 03 Dezember 2020
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    Die im Iran inhaftierte Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotudeh ist nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur IRNA aus dem Gefängnis in Teheran vorübergehend entlassen worden.

    Die 57-Jährige hat im September nach fast 50 Tagen ihren Hungerstreik beendet. Zuvor ist sie aufgrund einer Herzschwäche in ein Krankenhaus in Teheran gebracht worden. Mit dem Hungerstreik protestierte die Menschenrechtlerin gegen die Haftbedingungen der politischen Gefangenen während der Corona-Pandemie. Eine Begründung ihrer vorübergehenden Entlassung aus dem Gefängnis wurde zunächst nicht genannt.

    Nasrin Sotudeh gilt als eine der renommiertesten Menschenrechtsaktivisten im Iran. Sie war 2018 verhaftet und später zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Der  Menschenrechtlerin wurde unter anderem „Störung der öffentlichen Ordnung“ und „staatsfeindliche Propaganda“ vorgeworfen. Sotudeh hatte vor Gericht alle gegen sie erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Sie engagiert sich nach eigenen Angaben lediglich für Frauenrechte und gegen die Todesstrafe in ihrem Land. Im Oktober 2020 erhielt Sotudeh den Alternativen Nobelpreis.

    ekn/gs

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    Tags:
    Menschenrechtler, Iran