18:50 27 November 2020
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    Nach sechs Wochen Krieg sind in Bergkarabach nach Informationen von Lussine Karachanjan, Bildungsministerin dieser international nicht anerkannten Republik im Kaukasus, mindestens 70 Schulen und zehn Kindertagesstätten sowie zahlreiche Kulturstätten zerstört worden.

    Mehr als 30.000 Bürger von Bergkarabach, darunter Kinder im Schul- und Vorschulalter sowie Studierende, seien somit in ihrem Recht auf Bildung verletzt worden, sagte die Ministerin am Sonntag nach Angaben des offiziellen Informationszentrums der selbsternannten Republik.

    Der seit dem Zerfall der Sowjetunion schwelende Konflikt um Bergkarabach war am 27. September eskaliert. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Die beiden Ex-Sowjetrepubliken machten sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich und ordneten die Mobilmachung an.

    Nach dem Appell der Staatschefs von Russland, den USA und Frankreich, die Kämpfe einzustellen und Verhandlungen ohne Vorbedingungen zu beginnen, vereinbarten Armenien und Aserbaidschan unter internationaler Vermittlung wiederholt eine Waffenruhe, die Kämpfe dauern jedoch nach wie vor an.

    Der Konflikt war erstmals im Februar 1988 entflammt, nachdem das Autonome Gebiet Bergkarabach seine Abspaltung von der Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik angekündigt hatte. Infolge der bewaffneten Konfrontation in den Jahren 1992 bis 1994 verlor Aserbaidschan die Kontrolle über Bergkarabach und sieben Anrainer-Bezirke. In dem Konflikt besteht Aserbaidschan auf der Aufrechterhaltung seiner territorialen Integrität, Armenien vertritt die Interessen des international nicht anerkannten Bergkarabach. Die seit 1992 unter der Schirmherrschaft der Minsker OSZE-Gruppe geführten Verhandlungen sind ohne Erfolg.

    leo/sna/ae

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    Tags:
    Aserbaidschan, Armenien, Kita, Schulen, Schäden, Kämpfe, Regierung, Bergkarabach-Konflikt