12:35 04 Dezember 2020
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    Der Pegelstand im Baikalsee ist unter die kritische Marke gefallen, was es demnächst wohl ermöglichen wird, den Wasserabschlag im Wasserkraftwerk Irkutsk zu reduzieren. Das teilte ein Sprecher der regionalen Zivilschutzbehörde am Montag mit.

    „Der Wasserstand im Baikalsee fiel unter die kritische Marke von 457 Metern. Nach dem Stand zum Montag liegt der Pegel bei 456,99 Metern. Das wird wohl ermöglichen, den Abschlag von Wasser im Wasserkraftwerk Irkutsk zu senken. Diese Frage liegt aber nicht mehr in unserem Zuständigkeitsbereich“, sagte der Sprecher.

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass der Wasserstand im Baikalsee im Sommer 2020 die kritische Marke überschritten habe. Das habe dazu geführt, dass der Wasserabschlag im Wasserkraftwerk Irkutsk von 2400 auf 2800 Kubikmeter pro Sekunde erhöht werden musste, um eine Überschwemmung der Ortschaften in der russischen Teilrepublik Burjatien zu verhindern.

    Die Vergrößerung des Wasserabschlags führte jedoch zu einer teilweisen Überschwemmung der Inseln auf dem Angara-Fluss im Gebiet Irkutsk.

    Baikalsee

    Der Baikal ist mit einer Tiefe von bis zu 1700 Metern der tiefste Binnensee der Erde. Er enthält 20 Prozent des weltweiten Süßwasservorkommens. Mit seinen Ausmaßen von etwa 650 Kilometern Länge und 78 Kilometern Breite gehört er zu den größten Seen unseres Planeten.

    Mit einem Alter von mehr als 25 Millionen Jahren ist der Baikal außerdem der älteste See der geologischen Geschichte der Erde. Er besitzt eine einzigartige Flora und Fauna, nur wenige Seen können solch eine hohe Artenvielfalt vorweisen. 1996 erklärte die Unesco die Baikal-Region zum Weltnaturerbe.   

    ns/sna/ae

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    Tags:
    Wasserabschlag, Wasserkraftwerk, Zivilschutzbehörde, Stand, Wasser, Baikalsee, Russland