20:31 24 November 2020
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    Kurz nach der Amtseinführung seines engen Vertrauten Luis Arce ist der ehemalige bolivianische Staatschef Evo Morales aus dem Exil in Argentinien nach Bolivien zurückgekehrt.

    „Ich war sicher, dass ich zurückkehren würde, aber nicht so bald“, sagte Morales nach bolivianischen Medienberichten bei der Abschiedszeremonie an der internationalen Brücke La Quiaca-Villazón am Montag, an der der argentinische Präsident Alberto Fernández teilnahm. Zusammen mit Morales reisten Ex-Vizepräsident Alvaro Garcia Linera und andere ehemalige Regierungsmitglieder ein.

    Laut der Zeitung „El Deber“ waren Tausende Menschen nach Villazón gekommen, um Morales' Rückkehr zu begleiten. Die Menschenmenge wird der Zeitung „Página Siete“ zufolge auch Teil der Karawane des Ex-Präsidenten mit Hunderten Fahrzeugen sein, die durch mehrere Regionen bis in dessen Heimatdepartment Cochabamba zieht. Dort soll sie am 11. November eintreffen. An diesem Tag vor einem Jahr hatte sich Morales auf den Weg ins Exil zunächst nach Mexiko begeben.

    Nach der Präsidentenwahl im Oktober 2019 hatte der damalige Staatschef auf Druck des Militärs zurücktreten müssen. Ihm wurde Wahlbetrug vorgeworfen, auch wenn manche Studien inzwischen zu anderen Ergebnissen kommen. Morales setzte sich ins Ausland ab, eine Interimsregierung übernahm. Morales' Anhänger und Verbündete in der Region sprechen von einem Putsch.

    Die neu angesetzten und mehrmals verschobenen Wahlen im Oktober 2020 gewann der frühere Wirtschaftsminister Arce von Morales' linker MAS-Partei mit 55,1 Prozent der Stimmen, was den Weg für Morales' Rückkehr freimachte. Arce war am Sonntag vereidigt worden.

    ekn/dpa/gs

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    Tags:
    Bolivien, Evo Morales