19:00 27 November 2020
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    Biden kündigt einen harten Pandemie-Winter an; Karliczek will Impfstoffproduktion im großen Stil; 500 Kilogramm Kokain und mehrere Jahre Haft; Binnenmarktgesetz erhält Abfuhr; Polizei trifft auf Hotel voller Touristen

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    Biden kündigt einen harten Pandemie-Winter an

    In einer Rede am Montag gab der künftige US-amerikanische Präsident Joe Biden seine ersten Pläne im Kampf gegen das Corona-Virus publik. Auch wenn Biden erst am 20. Januar als Präsident der Vereinigten Staaten fungieren wird, stellte er bereits ein eigenes Expertengremium zur Pandemiebekämpfung vor und legte die Grundzüge seiner Strategie dar. Laut der „Tagesschau“ ist die Nachricht Bidens eindeutig: Der amerikanischen Bevölkerung stehe „ein sehr dunkler Winter bevor“.

    Auch wenn die Impfstoffentwicklung in den USA schon vorangeschritten sei, werde es mehrere Monate dauern, bis genügend Substanz vorhanden ist. Pfizer, ein einflussreicher Pharmakonzern aus den USA, hat gestern gemeinsamen mit dem deutschen Biotech-Unternehmen BioNTech die Wirksamkeitsstudie eines neuen Impfstoffpräparates vorgestellt. Sobald dieser Impfstoff verfügbar sei, solle dieser allen Bürgern der Vereinigten Staaten kostenfrei zur Verfügung stehen. Zudem appellierte Biden an die Bevölkerung, dass das Tragen einer Maske – unabhängig von politischen Werten – von großer Bedeutung sei. „Eine Maske ist kein politisches Statement“, meinte er in seiner Ansprache.

    Karliczek will Impfstoffproduktion im großen Stil

    Am Montag kündigte das Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech einen ersten großen Erfolg in der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes an. Daraufhin gab Bundesforschungsministerin Anna Karliczek (CDU) bekannt, dass sie auf eine Produktion „im großen Stil“ setze. „Es wird darauf ankommen, den Impfstoff nun möglichst rasch und in großen Mengen zu produzieren“, so Karliczek gegenüber dpa. Die vielversprechenden Ergebnisse der Firma BioNTech zusammen mit dem US-Pharmariesen Pfizer seien sehr aussichtsreich: Der Impfstoff soll rund 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 bieten. Die Studien beruhen auf den bisherigen Forschungsergebnissen der beiden Unternehmen, seien jedoch nicht abgeschlossen.

    500 Kilogramm Kokain und mehrere Jahre Haft

    Am Montag wurden sechs Männer wegen Beihilfe zum Schmuggel von ungefähr 500 Kilogramm Kokain verurteilt. Das Landesgericht Memmingen verhängte gegen die Täter eine mehrjährige Haftstrafe. Die sechs Männer hatten die Aufgabe, die in Bananenkisten versteckten Drogen im Wert von 50 Millionen Euro aus der Reifekammer eines Obsthandels im bayrischen Neu-Ulm an Hintermänner einer Bande zu liefern. Bei einem Einbruch in die Reifekammer, der sich im Dezember 2019 ereignete, wurden fünf der sechs Männer festgenommen. Die Täter haben ihre Tatbeteiligung zwar gestanden, verweigerten jedoch jegliche anderweitigen Informationen. So bleibt immer noch unklar, woher das Kokain stammte, an wen es verkauft werden sollte und wer die Helfer angeworben hatte.

    Binnenmarktgesetz erhält Abfuhr

    Das britische Oberhaus erteilt dem Binnenmarktgesetz von Premierminister Boris Johnson eine Abfuhr. Johnsons umstrittenes Binnenmarktgesetz hätte der Regierung die Macht geben können, den gültigen Brexit-Deal auszuhebeln. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) scheibt, dass jedoch eine deutliche Mehrheit des Oberhauses gegen das Gesetz gestimmt habe. Bereits im Oktober habe eine erste Abstimmung ähnliche Resultate gezeigt. Viele der Abgeordneten fürchteten, dass ein solches Gesetz den Frieden in Nordirland gefährden könnte. Zudem setze Großbritannien damit sein internationales Ansehen in der Welt aufs Spiel.

    Das Gesetz, das von Johnson angeordnet wurde, rief von Anfang an zwiespältige Reaktionen hervor. Damit wäre es der Regierung um Premierminister Johnson möglich gewesen, das bereits gültige Austrittsabkommen zwischen Großbritannien und der EU in gewissen Teilen auszuhebeln. Sowohl die Opposition als auch die EU kritisierten dieses Binnenmarktgesetz deswegen stark und warfen Johnson sogar Rechtsbruch vor.

    Polizei trifft auf Hotel voller Touristen

    Während der Corona-Pandemie gelten strenge Regeln in der Bewirtungs-Branche. So dürfen beispielsweise keine touristischen Gäste in Hotels oder anderen Unterkünften übernachten. Einem Betreiber in Köln drohen nun harte Konsequenzen aufgrund eines Verstoßes: Am Montag stießen die Polizei und das Ordnungsamt in der Domstadt auf ein Hotel voller Touristen. Dem Betreiber und 22 der 43 Gäste drohen aufgrund des touristischen Reiseverbots der Stadt nun hohe Strafgelder. Das Bußgeld gegen den Betreiber könne bis zu 5000 Euro ausmachen, den Gästen drohen jeweils bis zu 250 Euro.

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