13:10 04 Dezember 2020
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    Im Gebiet Leningrad werden demnächst archäologische Ausgrabungen auf dem Gelände der Festung Iwangorod beginnen. Das teilte ein Sprecher der Administration des Gebiets Leningrad Sputnik mit.

    Die Ausgrabungen sind Teil des russisch-estnischen Projekts „Entwicklung des einzigartigen, an der Grenze liegenden Ensembles der Festungen von Narwa und Iwangorod als einheitliches kulturelles und touristisches Objekt“.

    Die Festung Iwangorod wurde im Sommer 1492 am rechten Ufer des Narwa-Flusses erbaut und nach dem damaligen Zaren Ivan III. benannt. Das Ziel war, die Territorien um Nowgorod vor den westlichen Nachbarn zu schützen. Iwangorod etablierte sich als russischer Vorposten im Westen, an der Grenze zu Livland, wo es am linken Ufer seit dem 13. Jahrhundert eine dänische Festung gab (die Festung Narwa), die dann in Zeiten des Livländischen Ordens ausgebaut wurde. Der Orden selbst schloss sich 1237 mit dem Teutonischen Orden zusammen, um später zu zerfallen und Teil des Großfürstentums Litauen zu werden.

    „Das größte Interesse ruft die Ausgrabung im ältesten Teil der Festung Iwangorod hervor, der im späten 15. Jahrhundert entstand“, sagte der Pressesprecher. Die archäologischen Ausgrabungen werden nach seinen Worten „in drei Phasen erfolgen und bis 2023 dauern“.

    Der Sprecher teilte darüber hinaus mit, dass das Projekt auch einen Umbau des Großen Pulverlagers vorsehe. Planmäßig solle dort 2023 eine große Museumsausstellung eröffnet werden, die der Geschichte Iwangorods gewidmet sei.

    „Ein Teil der Exponate, die die neue Exposition bilden werden, wurde bei vorläufigen Ausgrabungen Anfang dieses Jahres entdeckt. Die Archäologen fanden insgesamt 833 Artefakte – Baustoffe aus dem 19. und 20. Jahrhundert, Keramik aus dem Mittelalter und der Neuzeit, Ofenkacheln usw. 130 Gegenstände wurden ausgewählt, um künftig dem Museumsfonds der Russischen Föderation überreicht zu werden“, präzisierte der Sprecher.

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