12:20 02 Dezember 2020
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    Der bevorstehende harte Lockdown in Österreich führt zu Andrang in Shopping-Meilen und Einkaufszentren. Die Stimmung unter den Händlern ist laut Medienberichten dennoch düster.

    Die österreichische Regierung will laut einem Verordnungsentwurf zur Eindämmung der Corona-Krise für drei Wochen Geschäfte und Schulen schließen und Ausgangsbegrenzungen rund um die Uhr verordnen. Bevor der Handel am Dienstag weitgehend schließen muss, gehen viele Menschen am Samstag noch einkaufen.

    Im Einkaufszentrum Q19 in Wien etwa war der Besucherandrang groß. Vor den Fahrstühlen bildeten sich Schlangen mit prall gefüllten Einkaufswagen. Auch in den Geschäften war die Frequenz hoch. „Die Menschen sind sehr aggressiv. Die Stimmung ist wirklich seltsam. Am Montag wird es noch ärger“, zitiert die „Kronen Zeitung“ einen Verkäufer, der auch die hohe Frequenz am Samstag bestätigt.

    Vor allem vor Händlern, die mit hohen Rabatten Ware losschlagen wollen, bilden sich über mehrere Häuserblocks hinweg Menschenschlangen. Auf der Mariahilfer Straße in Wien gaben zum Beispiel gleich mehrere Schuhketten bis zu 50 Prozent Rabatt - und lockten somit noch mehr Menschen in und vor die Geschäfte.

    Umsatzausfall von mindestens 900 Millionen Euro

    Im Handel sei aber die Stimmung angespannt. „Für unsere Branche ist der harte Lockdown das Worst Case Szenario. November und Dezember sind die beiden umsatzstärksten, wichtigsten Monate des Geschäftsjahres. Pro Lockdown-Woche rechnen wir im Non-Food Handel mit einem Umsatzausfall von mindestens 900 Millionen Euro“, rechnete der Handelsverband vor.

    Voller Lockdown bis zum 6. Dezember

    Schon seit dem 3. November sind Gastronomie, Tourismus, Kulturbetrieb und Freizeiteinrichtungen in Österreich geschlossen. Außerdem gelten Ausgangsbeschränkungen von 20 bis 6 Uhr, die das Verlassen des „privaten Wohnraums” nur für mehrere konkrete Gründe wie etwa die Erfüllung von Grundbedürfnissen, Arbeit und Ausbildung, die Betreuung Hilfsbedürftiger sowie zur Erholung im Freien zulassen. Diese Ausgangsbeschränkung gilt laut dem Entwurf nun rund um die Uhr. Private Treffen sind demnach nur mit einem Partner, einzelnen engsten Angehörigen oder einzelnen wichtigsten Bezugspersonen erlaubt. Offen bleiben nur Geschäfte für die Deckung des täglichen Bedarfs, etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Kioske. Schulen stellen auf Fernunterricht um und bieten Betreuungsmöglichkeiten bei Bedarf.

    sm/gs

     

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    Tags:
    Lockdown, Geschäfte, Coronavirus, Österreich