13:23 04 Dezember 2020
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    Tausende Trump-Anhänger gingen am Samstag in Washington D.C. auf die Straße, um gegen das vorläufige Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl zu protestieren. Laut der „Washington Post“ (WP) kam es zwischen einigen Protestierenden und Gegendemonstranten zu Auseinandersetzungen – ein Mann soll durch Messerstiche schwer verletzt worden sein.

    Wie das Blatt berichtet, ereignete sich der Vorfall um 20.00 Uhr (Ortszeit) fünf Blöcke östlich vom Weißen Haus entfernt. Die Trump-Anhänger sollen mit Knüppeln bewaffnet gewesen sein. Das Handgemenge habe einige Minuten gedauert, bevor die Polizei eingetroffen sei.

    „Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers wurde ein 20-jähriger Mann durch Messerstiche in den Rücken schwer verletzt und daraufhin in ein Krankenhaus gebracht“, so die „Washington Post“.

    ​Darüber hinaus soll es weitere Verletzte gegeben haben. Wie es heißt, trafen an diesem Tag „zwei unversöhnliche Versionen von Amerika aufeinander“: Trotz größtenteils friedlicher Proteste seien mancherorts Auseinandersetzungen entfacht. So berichtet WP von „blutbeschmierten Menschen auf beiden Seiten“. Mindestens zehn Unruhestifter sollen festgenommen worden sein. Dabei seien auch zwei Polizisten verletzt worden.

    Nach Polizeiangaben beteiligten sich Tausende Menschen an dem „Millionen-MAGA-Marsch“, welcher zuvor in den sozialen Medien stark beworben wurde und dem Donald Trump persönlich einen Besuch abstattete. Bei dem Protestzug herrschte ein großes Polizeiaufgebot, weite Teile der Innenstadt waren abgesperrt.

    Anhänger des Republikaners weigern sich, den bislang noch nicht bestätigten Wahlsieg des Demokraten Joe Biden zu akzeptieren. Sie bemängeln die landesweite Auszählung der Stimmen und sprechen von Wahlfälschung. Laut verschiedenen Prognosen liegt Biden in Führung: Derzeit kommt er auf insgesamt 290 Wahlleute. Trump vereint 232 Stimmen auf sich, erkennt jedoch die sich abzeichnende Niederlage nicht an. 

    mka/gs

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    Tags:
    US-Wahlen, Donald Trump, Proteste, USA