19:17 27 November 2020
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    Trotz Protesten von Archäologen hat die britische Regierung dem Bau eines Autotunnels unter den Steinen von Stonehenge zugestimmt. Wie „The Guardian“ berichtet, soll der Tunnel eine Schnellstraße entlasten, die an der archäologischen Fundstätte vorbeiführt und auf der sich der Verkehr ständig staut.

    Das fast 1,9 Milliarden Euro teure Projekt von Verkehrsminister Grant Shapps sieht vor, dass die wichtige Autostraße A303 mehrspurig ausgebaut und durch einen rund drei Kilometer langen Tunnel ergänzt wird.

    Die Organisation English Heritage, die archäologische Denkmäler in England betreut, begrüßte die Entscheidung als einen „Meilenstein für Stonehenge“.

    Ihre Leiterin Kate Mavor lobte, dass die Straße A303, die viel Verkehrslärm verursache, unter der Erde verschwinden werde. Als Folge würden die kommenden Generationen dieses „Weltwunder besser verstehen und schätzen“.

    Grüne Aktivisten und Archäologen reagierten mit Bestürzung auf den Plan der Regierung, wie „The Guardian“ weiter schreibt. Sie fürchten Schäden an der prähistorischen Weltkulturerbestätte.

    Der Präsident der Stonehenge Alliance, Tom Holland, hatte eine Petition gegen den Tunnelbau gestartet, die 125.000 Unterschriften erreichte. „Wir werden uns weiter dagegen wehren“, versprach er.

    leo/ae

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    Tags:
    Protest, Regierung, Bau, Tunnel, Archäologie, Stonehenge, Großbritannien