06:17 03 Dezember 2020
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    Russische Transportflugzeuge der Typen Il-76 und Аn-124 haben in den zurückliegenden 24 Stunden russische Friedensstifter sowie 64 Einheiten Automobil- und Spezialtechnik nach Jerewan gebracht. Das folgt aus einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums am Dienstag.

    „Innerhalb von 24 Stunden haben Transportflugzeuge Il-76 und Аn-124 der Transportfliegerkräfte der russischen Luft - und Weltraumtruppen vom Flugplatz Uljanowsk-Wostotschny aus 22 Flüge absolviert. 64 Einheiten Automobil- und Spezialtechnik – Schützenpanzerwagen, Geländelastkraftwagen, Tankwagen, Bagger - sowie andere Technik der materiell-technischen Versorgung wurden nach Armenien gebracht“, heißt es.

    „Aus dem Personalbestand und der Militärtechnik, die auf den Flugplätzen von Jerewan ankommen, werden nach der Entladung aus Flugzeugen Kolonnen gebildet, die nach Bergkarabach marschieren werden“, heißt es.

    Auf der Route würden sie von Hubschraubern Mi-8 und Mi-24 begleitet. 

    Geplant sei, eine Friedenstruppe von insgesamt 1960 Mann, 90 Schützenpanzerwagen, 380 Fahrzeugen und anderem Gerät aufzustellen. Das russische Kontingent besteht hauptsächlich aus Einheiten der 15. einzelnen friedensstiftenden mot. Schützenbrigade des zentralen Wehrbezirks.  

    Zuspitzung der Situation in Bergkarabach

    Am 27. September hatte sich die Situation in Bergkarabach erneut verschärft. Armenien und Aserbaidschan machten sich einander für die Eskalation verantwortlich. Die Konfliktparteien verkündeten eine vollständige oder teilweise Mobilmachung und lieferten sich Gefechte. Innerhalb von eineinhalb Monaten wurden drei Versuche unternommen, das Feuer einzustellen, aber erfolglos.

    Friedensmission in Bergkarabach

    Russlands Präsident Wladimir Putin, sein aserbaidschanischer Amtskollege, Ilcham Alijew, und der armenische Premierminister, Nikol Paschinjan, hatten in der Nacht zum 10. November eine Waffenstillstandsvereinbarung für Bergkarabach erzielt.

    Die Vereinbarung sieht den vollständigen Waffenstillstand in Bergkarabach vor. Aserbaidschan und Armenien bleiben dabei in den von ihnen besetzten Stellungen. Das Dokument sieht außerdem den Austausch von Kriegsgefangenen vor.

    Entlang der Berührungslinie in Bergkarabach und des Latschin-Korridors wird ein russisches Friedenskontingent stationiert. Zwischen Aserbaidschan und der Autonomen Republik Nachitschewan (aserbaidschanische Exklave, gelegen zwischen Armenien, dem Iran und der Türkei) soll ein Korridor eingerichtet werden.

    ns/sna/ae

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    Tags:
    Mi-24, Mi-8, Militärtechnik, Friedensstifter, Nikol Paschinjan, Ilcham Alijew, Wladimir Putin, Bergkarabach-Konflikt, Armenien, Aserbaidschan, Russland, An-124, Il-76