11:57 02 Dezember 2020
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    Im Zusammenhang mit dem spektakulären Kunstdiebstahl aus dem Dresdner Grünen Gewölbe im November 2019 sind fünf Haftbefehle wegen schweren Bandendiebstahls sowie Brandstiftung in zwei Fällen erlassen worden.

    Wie der Dresdner Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt mitteilte, wurden drei Haftbefehle bei der großangelegten Razzia am Dienstagmorgen in Berlin-Neukölln vollstreckt. Ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden entscheidet derzeit, ob die drei Männer in Untersuchungshaft kommen. Nach zwei weiteren Verdächtigen wird noch mit Haftbefehl gefahndet.

    Die bereits festgenommenen Männer – zwei 23-Jährige und ein 26-Jähriger – sind deutsche Staatsbürger und gehören zu einer polizeibekannten arabischstämmigen Großfamilie – nach Angaben der Ermittler handelt es sich um den Berliner Remmo-Clan.

    Spuren in Fluchtauto halfen Ermittlern

    Die Auswertung von Überwachungskamera-Aufnahmen und die Untersuchung eines Fluchtautos brachten die sächsische Polizei auf die Spur der Verdächtigen. Die vor und während des Diebstahls aufgenommen Bilder hätten den Ermittlern wertvolle Hinweise zum Verhalten der Täter geben, sagte ein Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft am Dienstag.

    Am Tatort hätten die Kriminaltechniker wichtige Spuren gesichert. Weitere Hinweise habe die Polizei aus dem sichergestellten Fluchtauto erlangt, einem als Taxi getarnten Mercedes 500, so der Sprecher weiter.

    Bei dem spektakulären Raub in der Dresdner Schatzkammer Grünes Gewölbe wurden drei Juwelengarnituren entwendet. Insgesamt sollen 100 Objekte betroffen sein. Ihr Wert ist kaum abzuschätzen. Der ganze Raub soll nur wenige Minuten gedauert haben, was auf eine sehr gut vorbereitete Aktion hindeutet. Die Täter zerstörten ein Fenstergitter, stiegen durch das Fenster in die Schatzkammer, gingen zielsicher auf eine Vitrine zu und zertrümmerten das Sicherheitsglas mit einer Axt.

    mka/dpa/gs

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    Diebstahl, Grünes Gewölbe