03:44 25 November 2020
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    Keine Lösung im EU-Haushaltsstreit; Merkel rechnet mit Corona-Impfstoff vielleicht schon im Dezember; Gemeinsame Strategie im Kampf gegen Virus gefordert; Bahnhofsbuchhandlungen könnten Pleite gehen; FDP fordert mehr Unterstützung für Luftverkehr; Nach Hurrikan viele Tote in Lateinamerika

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Keine Lösung im EU-Haushaltsstreit

    Nach der Blockade des EU-Haushalts und der Corona-Konjunkturhilfen durch Ungarn und Polen hat ein Videogipfel der Staats- und Regierungschefs keinen Durchbruch gebracht. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte anschließend, das Problem sei schwierig und sie könne über Optionen noch nichts sagen. EU-Ratspräsident Charles Michel glaubt an eine friedliche Beilegung des von Ungarn und Polen angezettelten Konflikts um den geplanten Rechtsstaatsmechanismus. Die Magie der Europäischen Union liege darin, dass es ihr gelinge, Lösungen zu finden, selbst wenn man davon ausgeht, dass dies nicht möglich sei.

    Merkel rechnet mit Corona-Impfstoff vielleicht schon im Dezember

    Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet schon im Dezember oder sehr schnell nach der Jahreswende mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Europa. Dann werde das Impfen natürlich beginnen, sagte die CDU-Politikerin nach einem EU-Videogipfel. „Man muss ja sagen, dass die Nachrichten der letzten Tage bezüglich der Entwicklung eines Impfstoffes sehr zuversichtlich stimmen“, erklärte Merkel. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sagte, dass die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer sowie von Moderna laut Europäischer Arzneimittel-Agentur in der zweiten Dezemberhälfte eine bedingte Marktzulassung bekommen könnten, wenn alles problemlos weitergehe.

    Gemeinsame Strategie im Kampf gegen Virus gefordert

    Vor dem G20-Gipfel am Wochenende haben Entwicklungsorganisationen die großen Industrienationen aufgerufen, endlich eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu entwickeln. Die reichen Länder müssten für eine gerechte Verteilung von bezahlbaren Impfstoffen an alle Menschen in der Welt sorgen, forderten die Hilfsorganisationen One und Oxfam heute. Kanzlerin Angela Merkel sei besonders gefordert, alles in die Waagschale zu werfen, sagte One-Direktor Stephan Exo-Kreischer. Da über 200 Millionen Menschen durch die Corona-Krise zusätzlich in extreme Armut abzurutschen drohten, müssten die G20-Staaten auch gegen die verschärfte Armuts- und Ungleichheitskrise vorgehen, sagte Tobias Hauschild von Oxfam.

    Bahnhofsbuchhandlungen könnten Pleite gehen

    Wegen starker Verkaufseinbrüche in der Corona-Krise stehen nach Branchenangaben viele Bahnhofsbuchhandlungen vor dem Aus. Da seit dem Frühjahr an den Bahnhöfen wöchentlich Millionen Kunden fehlten, liege der Buch- und Presseumsatz der Geschäfte bis zu 70 Prozent unter dem Vorjahr, sagte der Vorsitzende des Verbands Deutscher Bahnhofsbuchhändler, Torsten Löffler, der Nachrichtenagentur epd. Damit sei die Branche viel härter betroffen als der übrige stationäre Buchhandel, der nach starken Verlusten wegen der Schließungen im Frühjahr nun seit Monaten wieder eine große Nachfrage verzeichnet. In der Zwischenzeit seien auch viele Verlage massiv in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht.

    FDP fordert mehr Unterstützung für Luftverkehr

    Die FDP im Bundestag fordert von der Bundesregierung mehr Unterstützung für die von der Corona-Krise gebeutelte Luftverkehrswirtschaft. Die Bundesregierung habe selbst nach dem Luftfahrtgipfel von Minister Scheuer keine Strategie, wie der Sektor in der dramatischen Lage unterstützt werden könne, sagte FDP-Verkehrspolitiker Bernd Reuter der DPA. Deswegen fordere die FDP finanzielle Entlastungen sowie Investitionen in alternative Antriebe in Höhe von zwei Milliarden Euro.

    Nach Hurrikan viele Tote in Lateinamerika

    Nach dem Durchzug des schweren Sturms „Iota“ ist die Zahl der dabei ums Leben gekommenen Menschen in Mittelamerika und Kolumbien auf 49 gestiegen. In Nicaragua wurden nach Angaben der Behörden 21 Todesopfer gezählt, im Nachbarland Honduras waren es 16. Zwölf weitere Opfer wurden in Guatemala, Panama, Kolumbien und El Salvador gemeldet. In Honduras werden wegen hoher Flusspegel noch immer Gebiete evakuiert. Die Böden waren vielerorts mit Wasser gesättigt, weil zwei Wochen vor „Iota“ bereits der Hurrikan „Eta“ über die Region hinweggefegt war.

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