13:45 05 Dezember 2020
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    Mindestens 25.000 Menschen sind in den vergangenen fünf Tagen nach den Worten des Präsidenten von Bergkarabach, Araik Arutjunan, in diese international nicht anerkannte Republik zurückgekehrt. Mangelnde Sicherheit und soziale Probleme erschwerten die Heimkehr der Geflüchteten.

    Arutjunan präsentierte diese Zahlen bei einem Treffen mit dem armenischen Regierungschef, Nikol Paschinjan, in Jerewan. Bilder von der Zusammenkunft wurden am Sonntag auf Paschinjans Facebook-Account veröffentlicht.

    „Die Rückkehr unserer Landsleute nach Arzach (Selbstbezeichnung von Bergkarabach – Anm. d. Red.) geht in recht hohem Tempo vonstatten. In nur fünf Tagen sind nach Angaben unseres Informationszentrums 25.000 Menschen zurückgekehrt“, sagte Arutjunjan.

    In der ersten Etappe seien jene Personen zurückgekehrt, die über Wohnraum verfügten, teilte Arutjunjan weiter mit. Ein in Jerewan eingesetzter Krisenstab erstatte den Bergkarabach-Bewohnern ihre Wohnkosten in Armenien zurück. Sicherheitsmängel seien ein Problem, das der Heimkehr der Flüchtlinge im Wege stehe.

    Paschinjan sagte seinerseits, dass die Anstrengungen verstärkt werden müssten, um Bergkarabach bei der Rückkehr zur Normalität zu helfen. Notwendige Bedingungen müssten geschaffen werden, damit Menschen heimkehren könnten.

    „Die Bewältigung sozialer Probleme, mit denen Hinterbliebene von getöteten Soldaten konfrontiert sind, sowie die Klärung der Schicksale der Vermissten haben höchste Priorität“, forderte der armenische Regierungschef.

    Armenien und sein Nachbar Aserbaidschan hatten am 10. November, nach fast siebenwöchigen Kämpfen um Bergkarabach, unter Vermittlung Russlands einen Waffenstillstand vereinbart. Die Vereinbarung sieht die Stationierung russischer Friedenstruppen und einen Gefangenen- und Gefallenenaustausch vor. Außerdem sollen beide Seiten ihre aktuellen Stellungen einfrieren.

    Während Aserbaidschans Präsident Ilcham Alijew die Vereinbarung eine Kapitulation Armeniens nannte, sprach der armenische Regierungschef, Nikol Paschinjan, von einer schwierigen Entscheidung, die Vereinbarung unterzeichnen zu müssen. In Armenien gab es Proteste gegen Paschinjan und die Vereinbarung mit Aserbaidschan.

    leo/ae

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    Tags:
    Sicherheit, Heimkehr, Waffenstillstand, Flüchtlinge, Nikol Paschinjan, Aserbaidschan, Armenien, Bergkarabach-Konflikt