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    Autorallye zum Andenken an Erdbebenopfer auf Sachalin

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    JUSCHNO-SACHALINSK, 25. Mai /RIA Nowosti/. Eine Gruppe von Bewohnern der früheren Siedlung Neftegorsk im Nordteil von Sachalin, die vor zehn Jahren durch ein starkes Erdbeben zerstört wurde, traf mit Kraftfahrzeugen aus Chabarowsk, der größten Stadt des russischen Fernen Ostens, in Sachalin ein. Das teilte Jewgeni Kropaljow, Leiter der Such- und Rettungsabteilung des russischen Zivilschutzministeriums (MTschS), am Mittwoch mit.

    „Der Gruppe gehören nur elf Bewohner an, die am 28. Mai 1995 unter Ruinen der Siedlung der Erdölarbeiter überlebten. Und sie beschlossen, zum Andenken an ihre ums Leben gekommenen Landsleute eine Autorallye Chabarowsk - Hafen Wanino (Westküste des Tatarensundes, der Sachalin und das Festland trennt) - Hafen Cholmsk (Südsachalin) - Juschno-Sachalinsk - Neftegorsk zu veranstalten, sagte der Gesprächspartner der Agentur. Zwischen Wanino und Cholmsk verkehrt ein Fährschiff, das Wirtschaftsgüter vom Festland zur Insel bringt. Ein KamAS-Geländewagen der MTschS-Abteilung und drei Retter, die vor zehn Jahren an Such- und Rettungsarbeiten in der zerstörten Siedlung teilnahmen, begleiten die Autorallye.

    Das Erdbeben in Neftegorsk ereignete sich nachts am 28. Mai 1995. Unter Ruinen der zerstörten Gebäude kamen etwa 2000 Bewohner ums Leben. Zum Andenken an die Tragödie wurden an der Stelle der ehemaligen Siedlung, die man nicht wiederaufzubauen beschloss, eine Gedenkstätte und eine Kapelle gebaut. Zur Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen kommen 1000 überlebte Bewohner der ehemaligen Siedlung auf Sachalin.