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    Bakijew: Neuer Militärstützpunkt in Kirgisien möglich

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    MOSKAU, 26. Mai (RIA Nowosti). Im Raum der Stadt Osch im Süden Kirgisiens kann ein neuer Militärstützpunkt im Rahmen der Organisation des kollektiven Sicherheitsvertrags (Russland, Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien und Tadschikistan) oder der Schanghaier Kooperationsorganisation (Russland, China, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan) gegründet werden. Das teilte Kurmanbek Bakijew, amtierender Präsident Kirgisiens, in einem am Donnerstag in der Wirtschaftszeitung "Kommersant" veröffentlichten Interview mit.

    Zugleich betonte er, dass der russische Luftstützpunkt in Kant entsprechend den von Bischkek zuvor übernommenen Verpflichtungen "so lange wie es nötig ist existieren wird". Auf dem im Rahmen der Organisation des kollektiven Sicherheitsvertrages gegründeten Stützpunkt Kant sind zehn bis 15 Kampfflugzeuge vom Typ Su-25 und Su-27 sowie bis zu 500 Militärangehörige ständig stationiert, außerdem wird er von russischen Militärtransportflugzeugen und -hubschraubern genutzt).

    Der amerikanische Luftstützpunkt im Flughafen Manas, der für die Unterstützung der USA-Truppen in Afghanistan gegründet wurde, wird seine Funktionen ebenfalls gemäß den zuvor geschlossenen Abkommen zwischen Kirgisien und den USA ausführen, hieß es.

    Auf die für den Juli geplanten Präsidentenwahlen in der Republik eingehend, verwies Bakijew darauf, dass im Falle seines Wahlsiegs Felix Kulow, Chef der Partei "Würde" und aktiver Teilnehmer der Oppositionsaktionen im März, das Amt des Premiers bekommt. Der amtierende Präsident verwies darauf, dass sein Bündnis mit Kulow sowohl taktischen als auch strategischen Charakter hat. Dieses Bündnis "wurde in erster Linie dazu geschlossen, um Kirgisien nicht in den Norden und den Süden aufzuteilen", so Bakijew. Ihm liegt "Kirgisiens Integrität und die Einheit des gesamten kirgisischen Volkes, aller Nationen und Völkerschaften, die in der Republik leben", zugrunde. Zugleich äußerte Bakijew seine Zuversicht, er würde die Präsidentenwahlen bereits in der 1. Wahlrunde gewinnen.

    Nach Ansicht Bakijews stünden religiöse Extremisten hinter den Ereignissen in der Nachbarrepublik Usbekistan, wo die Truppen vor kurzem einen regierungsfeindlichen Aufruhr niedergeschlagen hatten. Er räumte ein, dass es auch in Kirgisien Herde des islamischen Extremismus gibt, die allerdings "heute nicht so aktiv und aggressiv" seien wie in Usbekistan. "Bedauerlicherweise werden Islam und Koran unterschiedlich ausgelegt, insbesondere von wenig gebildeten Menschen", erklärte Bakijew. "Mit solchen Menschen müssen sowohl die Sicherheitsdienste als auch die geistlichen Führer und hoch gebildete Menschen arbeiten", hieß es abschließend.

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