13:08 26 September 2017
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    "Trud": Russlands Schicksal mit Schicksal der GUS eng verbunden

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    MOSKAU, 26. Mai (RIA Nowosti). Für Russland ist die GUS die letzte Grenze der Verteidigung. Die Kräfte, die heute bemüht sind, Russlands Einfluss in der Gemeinschaft zu schwächen, würden anschließend auch Russland selbst anpacken. Das erklärte Alexej Puschkow, Mitglied des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik Russlands, in einem an Donnerstag in der Zeitung "Trud" veröffentlichten Interview.

    An einer Schwächung Russlands sind sehr viele interessiert, führte er weiter aus. Dies sind sowohl die antirussischen Kreise der USA und Westeuropas als auch China, das in die Versuchung geraten kann, näher an den russischen Fernen Osten zu rücken, als auch die islamistischen Zentren, die ihren Einfluss auf einen Teil Russlands erweitern möchten. "Wenn wir den Prozess der Verringerung des Einflusses Russlands auf die GUS-Mitgliedsländer nicht stoppen werden, wird es letztlich so kommen", meint der Politologe.

    Es wäre noch zu früh, die Gemeinschaft abzuschreiben, behauptet er. Denn jede beliebige Allianz ist einträglicher als eine "endgültige Scheidung". In vielen früheren Teilrepubliken der UdSSR ist man sich des Nutzens der GUS bewusst. Die übermäßige West-Euphorie wird sich vielleicht nicht rechtfertigen, während die traditionellen Beziehungen mit Russland bereits geprüft sind.

    "Für unsere Staatsführung wäre es jetzt äußerst nützlich, die Ukraine die negativen Aspekte der demonstrativen Abwendung von Russland weg und zum Westen hin spüren zu lassen", meinte Puschkow. "Russlands Politik sollte nicht so aussehen, als würde es sich alles gefallen lassen."

    Was Weißrussland anbelangt, so könnte eine massive Kampagne des Westens und der weißrussischen Opposition zur Realisierung einer "farbigen Revolution" das einzige sein, was diese Republik zu einem Zusammenschluss mit Russland bewegen könnte. Dann würde die jetzige weißrussische Elite keine Wahl mehr haben. Zugleich sieht hier Puschkow auch eine Gefahr: "Wir könnten eine rebellierende Republik zu einem Zeitpunkt bekommen, wenn auch bei uns eine komplizierte politische Situation entstehen könnte. Deshalb wäre eine Vereinigung bereits in nächster Zukunft sinnvoller als zu einem kritischen Zeitpunkt."

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