09:33 23 Januar 2017
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    Primakow: Russland festigt Beziehungen mit China

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    MOSKAU, 26. Mai (RIA Nowosti). Russlands Politik ist auf die Festigung von Beziehungen mit dem chinesischen Nachbarn gerichtet. Russland legt den Schwerpunkt auf die Notwendigkeit der Anwendung politischer Mittel für die Gewährleistung der territorialen Einheit Chinas. Deshalb war die Ratifizierung des russisch-chinesischen Grenzvertrags im russischen Parlament derart wichtig. Diese Meinung äußerte der frühere Regierungschef Jewgeni Primakow, Mitglied der Wissenschaftsakademie und Ehrenvorsitzender des Russisch-Chinesischen Freundschaftskomitees, am Donnerstag in der Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta".

    Das stürmische Wirtschaftswachstum in China und die unzweifelhafte wirtschaftliche Festigung Russlands sowie die Festigung der Staatlichkeit in beiden Ländern sind bedeutende Faktoren, welche die Entwicklung zu einer multipolaren Welt fördern, so Primakow. Der gegenwärtige Prozess der Neugestaltung der Welt erfolgt unter den Bedingungen einer Konfrontation zwischen zwei Tendenzen. Die eine führt zur Herstellung einer multipolaren Welt. Die andere ist der Versuch, ein globales System zu schaffen - mit den USA in der Rolle des Zentrums, das die "Spielregeln" für alle anderen Teilnehmer der internationalen Völkergemeinschaft bestimmen würde.

    Wenn die Projekte für den Bau neuer Wasser- und Wärmekraftwerke auf dem Territorium des russischen Fernen Ostens mit der Perspektive eines Stromexports nach China realisiert werden und wenn die russisch-chinesische Ölpipeline gebaut wird, dann werden sich die Erfolge in der russisch-chinesischen Wirtschaftskooperation vervielfachen, so der Ex-Premier.

    Die Annäherung zwischen Russland und China ist angesichts einer Reihe negativer Erscheinungen und Prozesse in der internationalen Situation besonders wichtig. Zu diesen müsse der von den USA erklärte Kurs auf den Export der Demokratie in die Länder gezählt werden, in denen diese nach Ansicht der USA fehle. Besorgniserregend sind Washingtons Erklärungen, denen zufolge es seine Politik auf die Unterstützung einer Reihe islamischer Bewegungen orientieren will. Die aufgenommenen Kontakte mit "moslemischen Brüdern" verfolgen das Ziel einer verfassungswidrigen Machtübernahme in Ägypten, Syrien und einigen anderen Ländern und zeugen davon, dass eine solche "Umorientierung" die Lage in einer Reihe von Staaten erschweren könnte, die in unmittelbarer Nähe sowohl zu Russland als auch zu China liegen. Deshalb werden die Konsultationen zwischen beiden Ländern und die Konzipierung einer gemeinsamen Position im Interesse einer Stabilisierung der regionalen und der globalen Lage immer wichtiger, betonte Jewgeni Primakow.

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