Radio
    Politik

    Kulow: Hinter friedlichen Demonstrationen in Usbekistan stehen islamische Extremisten

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 110
    BISCHKEK, 26. Mai (RIA Nowosti). Die Handlungen der friedlichen Demonstranten in Usbekistan werden von islamischen Extremisten gelenkt. Das betonte der Erste Vizepremier Kirgisiens, Felix Kulow, bei einem Treffen mit dem für Europa und die GUS zuständigen Regionaldirektor des Entwicklungsprogramms der UNO (UNDP), Kalman Mizsei.

    „Nach unseren Angaben stecken islamische Extremisten hinter den friedlichen Demonstranten in Usbekistan, sie treten gegen die verfassungsmäßige Regierung auf", sagte Kulow.

    Laut dem Ersten Vizepremier „ist diese instabile Situation vor allem für jene von Vorteil, die sich mit dem Drogenhandel befassen", aber auch für diejenigen, die die zugespitzte Situation in Zentralasien nutzen wollen, um hier internationale Terroristen-Stützpunke einzurichten.

    Kulow bemerkte ferner, im Falle einer weiteren Verschärfung der Situation im benachbarten Usbekistan drohe Kirgisien eine humanitäre Katastrophe. „Wenn sich die Ereignisse in Usbekistan negativ entwickeln sollten, kann die Zahl der Flüchtlinge zunehmen", sagte Kulow.

    Der Politiker äußerte die Hoffnung, dass die usbekische Führung mit der Situation fertig werde.

    Am 13. Mai wurden in der usbekischen Stadt Andischan das Gefängnis und mehrere Regierungsgebäude gewaltsam besetzt. Die Rechtsschutzorgane Usbekistans führten eine Gewaltaktion durch.

    Nach offiziellen Angaben wurden 170 Menschen getötet. Dabei sprechen Journalisten und Bürgerrechtler von Hunderten von Toten.

    Heute halten sich 549 Flüchtlinge im Westen Kirgisiens auf, vor allem in dem an Usbekistan angrenzenden Gebiet Dschalal-Abad.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren