14:15 24 Januar 2017
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    Die Partei „Rodina" wird den Betroffenen helfen, Klagen gegen Tschubais zu erheben

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    MOSKAU, 26. Mai /RIA Nowosti/. Die Partei „Rodina", eine der vier im Unterhaus des Parlaments vertretenen Parteien, die sich als Verteidigerin der Interessen des einfachen Volks positioniert, will den durch die große Energiekrise, die gestern Moskau, die Moskauer Region und eine Reihe nahe gelegener Gebiete lahm gelegt hat, Betroffenen helfen, die RAO „EES Rossii" und den Chef der AG, Anatoli Tschubais, zu verklagen. Der durch diese Krise zugefügte Schaden beläuft sich nach groben Schätzungen auf 1 Milliarde US-Dollar.

    „Wir haben Typenklageschriften für die Bürger des Landes vorbereitet und auf der Webseite der Partei untergebracht, um Massenklagen gegen die RAO „EES", deren Chef Tschubais und deren Abteilung Mosenergo zu initiieren", sagte Dmitri Rogosin, Leiter der Parlamentsfraktion „Rodina" am Donnerstag.

    „Dabei handelt es sich um den Schutz der Verbraucherrechte", betonte Rogosin und fügte hinzu, dass die Juristen der Partei den Bürgern bei der Klageerhebung gegen die RAO „EES" und Tschubais unentgeltliche juristische Hilfe erweisen werden.

    Rogosin zufolge könne Tschubais nicht das Energiemonopol leiten, von dessen Tätigkeit „in unserem kalten nördlichen Land das Leben der Menschen abhängt".

    „Herr Tschubais ist ein abscheulicher Manager", sagte er.

    Wie Rogosin vermerkte, begreifen die Menschen nicht, wofür das Geld aus den hohen Stromtarifen verwendet wird. Die Mittel werden nicht für die Reformierung der AG, sondern für die Auszahlung der Dividenden an die Führung der Gesellschaft verwendet, erklärte der Leiter der Fraktion „Rodina". Er erinnerte daran, dass vor kurzem der Beschluss gefasst worden sei, der Führung der Energieholding Dividenden in Höhe von je 1 Million US-Dollar auszuzahlen. Dabei wurde die Ausrüstung des Umspannwerkes „Tschagino" in Kapotnja, im Südostteil von Moskau, das zum Moskauer Energiering gehört, seit Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts nicht ausgetauscht. Der Brand in diesem Unterwerk hatte, wie Tschubais selbst zugab, die lawinenartige Abschaltung der Energienetze verursacht.

    „Es stellt sich also heraus, dass Geld für die Dividendenauszahlung vorhanden ist, für die Umrüstung des Systems aber nicht", fügte der Abgeordnete hinzu. Laut Rogosin werde die Fraktion „Rodina" in der Staatsduma die Behandlung eines Schreibens an den Präsidenten Russlands „zum gesamten Fragenkomplex, einschließlich der Reform der Elektroenergiewirtschaft und der Amtsenthebung von Tschubais" fordern.

    Aus seiner Sicht sei Tschubais „ein Symbol der Epoche des barbarischen Kapitalismus", darum müsse er vom Posten des Leiters der AG abgesetzt werden.

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