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    Kasachstan hat die Absicht, die Pipeline Baku-Tiflis-Ceyhan mit seinem Erdöl aufzufüllen

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    ASTANA, 26. Mai /RIA Nowosti/. Kasachstan kann bis zu 30 Millionen Tonnen Erdöl im Jahr durch die Rohrleitung Baku-Tiflis-Ceyhan (BTC) exportieren. Die projektierte Durchlassfähigkeit der Pipeline beträgt 50 Millionen Tonnen im Jahr.

    „Wir nehmen an, dass Kasachstan bis zu 30 Millionen Tonnen Erdöl in dieser Richtung verladen wird, und halten das für eine der ernsthaften wirtschaftlichen Möglichkeiten für unsere Entwicklung", erklärte der Premierminister Kasachstans, Danial Achmetow, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Astana, der kasachischen Hauptstadt. Die Pressekonferenz fand im Anschluss an die Verhandlungen mit dem Premierminister der Türkei, Recep Erdogan, der in Kasachstan zu einem offiziellen Besuch weilt, statt.

    „Wir beginnen mit der Entwicklung der maritimen Infrastruktur der Küste der Kaspisee, um an der Umsetzung dieses Projektes aktiv teilzunehmen", sagte Achmetow.

    Die südliche Route in Richtung türkisches Erdölterminal im östlichen Mittelmeerraum werde, so der kasachische Premierminister, gleichwertig mit den anderen alternativen Wegen zur Diversifizierung der Richtungen des Flusses der Kohlenwasserstoffe aus Kasachstan betrachtet. Unter anderem gehe der Bau der Erdölleitung Kasachstan-Westchina zu Ende.

    Gestern wurde der aserbaidschanische Teil der Exportpipeline BTC in Betrieb genommen, die in Russland als Hauptkonkurrent der bestehenden „nördlichen" russischen Erdölleitung angesehen wird, die durch Dagestan und Tschetschenien zum russischen Schwarzmeerterminal in Noworossijsk verläuft. Am Eröffnungszeremoniell nahmen der Präsident Kasachstans, Nursultan Nasarbajew, der Präsident Georgiens, Michail Saakaschwili, der Präsident der Türkei, Ahmet Necdet Sezer, der US-Energieminister, Samuel Bodman, und der Sondervertreter des russischen Präsidenten für internationale Energiefragen, Igor Jussupow, teil.

    Für die Auffüllung der 1773 Kilometer langen Rohrleitung, die durch das Territorium Aserbaidschans (449 km), Georgiens (235 km) und der Türkei (1059) bis zum türkischen Erdölterminal Ceyhan am Mittelmeer verlegt wurde, sind 10 Millionen Barrel Erdöl erforderlich. Das Erdöl wird vom Vorkommen Aseri-Tschirag-Gjuneschli im aserbaidschanischen Sektor der Kaspisee gelangen.

    Die Beladung des ersten Tankers in Ceyhan wird im vierten Quartal 2005 erwartet.

    Für die Auffüllung der Rohrleitung mit technischem Erdöl in einem Umfang von 10 Millionen Barrel sind nach vorläufigen Berechnungen etwa 400 Millionen US-Dollar erforderlich, und das ganze Projekt zum Bau der Rohrleitung, der 2001 begann, kostet etwa 4 Milliarden US-Dollar. Die projektierte Durchlasskapazität des 1050-mm-Rohres beträgt 50 Millionen Tonnen Erdöl im Jahr oder 1 Million Barrel täglich.

    Die Aktionäre des Konsortiums BTC sind British Petroleum (30,1 Prozent), die Staatliche Erdölgesellschaft Aserbaidschans (25 Prozent), Unocal (8,9 Prozent), Statoil (8,71 Prozent), TPAO (6,53 Prozent), Eni (5 Prozent), Itochu (3,4 Prozent), INPEX (2,5 Prozent), Conoco Phillips (2,5 Prozent), Total (5 Prozent) und Amerada Hess (2,36 Prozent).

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