15:37 23 Januar 2017
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    Ex-Atomenergieminister lehnte das vereinfachte Auslieferungsverfahren an Russland ab

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    GENF, 26. Mai /RIA Nowosti/. Der Ex-Minister für Atomenergiewirtschaft Russlands Jewgeni Adamow lehnte das ihm angebotene vereinfachte Verfahren zur Auslieferung an Russland ab, teilte sein schweizerischer Verteidiger Stefan Wehrenberg am Donnerstag mit.

    Den russischen Antrag auf die Auslieferung von Adamow erhielt die Schweiz am 17. Mai. Den Grund für den Antrag bildete ein Haftbefehl, der vom Moskauer Basmanny Gericht am 14. Mai erlassen worden war.

    Die Generalstaatsanwaltschaft Russlands leitete das Verfahren gegen Adamow wegen Betrugs und Überschreitung der Dienstbefugnisse ein.

    Adamow, der im Zeitraum von 1998 bis 2001 das russische Ministerium für Atomenergiewirtschaft geleitet hat, wurde am 2. Mai auf Antrag des Justizministeriums der USA in Bern festgenommen. Der Haftbefehl gegen den 66-jährigen Ex-Minister wurde vom Distriktgericht des Westdistrikts des US-Bundesstaates Pensylvannien erlassen. Im Moment befindet Adamow sich in Bern in Haft.

    Die amerikanischen Behörden beschuldigen Adamow und seinen Geschäftspartner Mark Kauschanski, Staatsbürger der USA, der Aneignung von neun Millionen US-Dollar, die Russland vom US-Ministerium für Energiewirtschaft für die Verbesserung der nuklearen Sicherheitssysteme bewilligt worden waren.

    In den USA drohen Adamow 60 Jahre Gefängnishaft und eine Geldstrafe in Höhe von 1,75 Millionen US-Dollar. Kauschanski kann zu 180 Jahren Gefängnishaft und einer Geldstrafe von fünf Millionen US-Dollar verurteilt werden.

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