11:21 19 Oktober 2017
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    In Kirgisien wird voraussichtlich weiterer Militärstützpunkt eingerichtet

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    MOSKAU, 26. Mai (RIA Nowosti). In Osch, der zweitgrößten kirgisischen Stadt im Süden des Landes, kann ein Militärstützpunkt entstehen.

    Wie der amtierende Präsident Kirgisiens, Kurmanbek Bakijew, in einem Interview für die Tageszeitung „Kommersant" sagte, kann ein solcher Stützpunkt im Rahmen der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS - Russland, Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien und Tadschikistan) oder im Rahmen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit „(SCO - Russland, VR China, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan) geschaffen werden.

    Indes teilte der Botschafter Kirgisiens in Moskau, Alas Dschumagulow, am heutigen Donnerstag mit, dass „diese Frage auf der Ebene der Verteidigungsministerien Russlands und Kirgisiens routinemäßig erörtert werden kann". Laut dem Diplomaten liegen ihm noch keine Angaben darüber vor, dass Verhandlungen über die Schaffung eines Militärstützpunktes im Süden Kirgisiens geführt würden.

    Das Außenministerium Russlands erklärte seinerseits, dass ihm keine Informationen über einen offiziellen Antrag der kirgisischen Seite auf eine Verstärkung der militärischen Präsenz Russlands im Süden Kirgisiens vorliegen.

    „Nach vorhandenen Angaben wurde auch im Verteidigungsministerium Russlands keine diesbezügliche Frage gestellt", sagte der amtliche Sprecher des Außenministeriums Russlands, Alexander Jakowenko, am Donnerstag auf die Frage russischer Massenmedien nach den Plänen für die Verstärkung der russischen militärischen Präsenz im Süden Kirgisiens.

    „Zugleich wird vorläufig die Möglichkeit einer Vertiefung des Zusammenwirkens im Anti-Terror-Bereich erwogen", betonte Jakowenko.

    Wie der Gouverneur des kirgisischen Gebietes Osch, Anwar Artykow, Mitte Mai erklärte, verhandelt Russland jetzt mit Bischkek über die Eröffnung eines zweiten Militärstützpunktes im Süden Kirgisiens. Das russische Militärobjekt in Osch wird der Bekämpfung der Terrorbedrohungen in der Zentralasiatischen Region dienen, was nach den Ereignissen vom 14. Mai im Fergana-Tal von Usbekistan, wo radikal gesinnte Islamisten einen bewaffneten Aufruhr vorbereitet hatten (bei dessen Unterdrückung in dem 300 000 Einwohner zählenden Andischan nach offiziellen Angaben 170 Menschen, darunter 40 Milizionäre, getötet wurden), besonders aktuell ist.

    Der tätige russische Luftwaffenstützpunkt in Kant (30 Kilometer östlich von Bischkek) nutzt die Infrastruktur eines sowjetischen Militärflugplatzes und einer Fliegerschule, die 1992 an Kirgisien übergeben wurden. Russland hat im September 2003 einen Vertrag mit Kirgisien über die Stationierung einer Fliegereinheit im Rahmen der Kollektiven Schnelleingreif-Kräfte der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) in Kant geschlossen. Jetzt sind hier bis zu 500 russische Militärangehörigen einquartiert sowie mehrere russische Flugzeuge und Hubschrauber, darunter auch Jagdflugzeuge vom Typ Su-27, Erdkampfflugzeuge vom Typ Su-25 und Hubschrauber des Typs Mi-8, stationiert.

    Der Militärstützpunkt auf dem internationalen Flughafen der kirgisischen Hauptstadt Manas wird seit 2001 von den USA als Stützpunkt für Anti-Terror-Operationen in Afghanistan genutzt.

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