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    Kirgisiens Ex-Präsident bekommt persönliche Sachen, Archive und Bücher zurück

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    BISCHKEK, 27. Mai (RIA Nowosti). Kirgisiens Behörden haben beschlossen, dem früheren Landespräsidenten Askar Akajew seine persönlichen Sachen, Archive und Bücher zurückzugeben. Das teilte Maxim Maximowitsch, Chef einer internationalen Juristengruppe, die Interessen des kirgisischen Ex-Präsidenten vertritt, mit.

    Der Beschluss sei auf Anfrage der Anwälte Akajews vom Regierungschef und amtierenden Präsidenten Kirgisiens, Kurmanbek Bakijew, getroffen worden, hieß es.

    "Am Donnerstagabend hatte ich ein längeres Gespräch mit dem Staatssekretär der Republik, bei dem wir strittige Fragen erörterten", teilte der Anwalt mit.

    "Ich möchte betonen, dass die Regierung des Landes eine realistischere und ausgewogenere Haltung zur Situation mit dem ersten Präsidenten Kirgisiens hat", so Maximowitsch. "Wie der Staatssekretär sagte, habe die Regierung mit den Schlussfolgerungen, die von der Staatlichen Kommission hinsichtlich des Eigentums von Präsident Akajew und seiner Familie artikuliert werden, nichts zu tun und billige diese nicht."

    Wie der Anwalt weiter ausführte, spricht er täglich mehrere Stunden lang mit Askar Akajew und seiner Gattin. "Akajew hat nur einen Wunsch - in die Heimat zurückzukehren, dort ruhig zu leben und an einem Buch zu arbeiten. Er besteht nicht einmal auf allen Vorrechten eines Ex-Präsidenten, die ihm zustehen."

    Unmittelbar nach der Absetzung des kirgisischen Präsidenten am 24. März wurden sein Arbeitszimmer und die Diensträume sowie sein Arbeitszimmer in der staatlichen Residenz durchsucht. Beschlagnahmt wurden Dokumente, Archive und Tagebücher, die dem Ex-Präsidenten gehören.

    Askar Akajew wandte sich mehrmals an die neue Regierung der Republik mit der Bitte, ihm die Bücher aus seiner persönlichen Bibliothek zurückzugeben, unter anderem Exemplare, die ihm von Autoren geschenkt wurden, wie auch medizinische Dokumente, seine persönliche Korrespondenz und Tagebücher. Seine Bitten wurden bisher abgelehnt.

    In Kirgisien wurde eine spezielle Kommission gebildet, die dutzende von Unternehmen überprüft, die der Familie des Ex-Präsidenten gehören. Kirgisiens Generalstaatsanwaltschaft leitete mehr als 50 Strafverfahren zu den von der Kommission aufgedeckten Finanzmachenschaften ein.

    In seinen Interviews für russische Medien bestritt Askar Akajew, der jetzt in Moskau wohnt, den riesigen Besitz seiner Familie.