05:32 19 Januar 2017
Radio
    Politik

    »Kommersant»: Algerien könnte russische Jagdflugzeuge und Panzer kaufen

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    MOSKAU, 27. Mai (RIA Nowosti). Algerien könnte eine bis zwei Staffeln der schweren Jagdbomber Su-30MKI bzw. Su-34 (Gesamtwert zwischen 0,8 und einer Milliarde Dollar) und drei bis vier Staffeln der preiswerteren Maschinen des Typs MiG-29SMT mit vergrößerter Reichweite (eine bis 1,2 Milliarden Dollar) kaufen, berichtet die Wirtschaftszeitung «Kommersant» am Freitag.

    Über die Großeinkäufe russischer Waffen verhandelte Generalmajor Salah Gajd, Stabschef der Nationalen Volksarmee Algeriens, diese Woche in Moskau.

    Dabei bot Russland dem ausländischen Besteller erstmals an, bei diesem einen Teil alter Jagdflugzeuge als Teilbezahlung der neuen abzunehmen: Die neuen MiG-29SMT würde Russland für 36 alte MiG-29-Maschinen tauschen. Dieses Tauschgeschäft soll die Attraktivität des russischen Angebots im Konkurrenzkampf, in erster Linie mit Frankreich, steigern, das seine Maschine des Typs Mirage-2000-5 in Algerien absetzen möchte.

    Darüber hinaus will Algerien in den nächsten zwei-drei Monaten einen längst abgestimmten Vertrag über den Kauf von 300 russischen Panzern des Typs T-90 unterzeichnen, teilte ein Sprecher der Föderalen Behörde für militärtechnische Zusammenarbeit mit.

    Algerien gehört zu den größten Käufern russischer Waffen in Afrika. In den letzten zehn Jahren erhielt Algerien 47 Hubschrauber des Typs Mi-8T, 42 Hubschrauber des Typs Mi-17, 96 Schiffsabwehrflügelraketen des Typs X-35, 18 Mehrfachraketenwerfer des Typs «Smertsch» sowie radiotechnische Erkundungsmittel, berichtet das Blatt.

    Im vergangenen Jahr schloss die Nowosibirsker Flugzeugbauvereinigung die Realisierung eines Vertrags über die Lieferung von 22 Frontbombenflugzeugen des Typs Su-24MK im Wert von 120 Millionen Dollar ab. Für diese erwarb Algerien außerdem sechs Tankflugzeuge des Typs Il-78.

    Eine Reihe von Verträgen mit Algerien in einem Gesamtwert von rund zwei Milliarden Dollar befand sich bereits in der Abschlussphase der Verhandlungen, konnte aber wegen den jüngsten personellen Umbesetzungen in der algerischen Armee nicht unterzeichnet werden. Dazu gehören Abkommen über den Erwerb von 50 Jagdflugzeugen des Typs MiG-29 für 1,5 Milliarden Dollar, von 300 Panzern des Typs T-90S für 650 Millionen sowie von kleinen Küstenschutzschiffen und Schnellbooten.

    Wie es in der Föderationsbehörde für die militärtechnische Zusammenarbeit hieß, hätten die Begegnungen mit dem algerischen Stabschef gezeigt, dass die Verhandlungen in einigen Bereichen praktisch wieder beim Nullpunkt anfangen müssen. So wollen die algerischen Militärs den Bedarf ihrer Fliegerkräfte am Austausch des Maschinenparks neu einschätzen.