11:04 22 Januar 2017
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    "Nesawissimaja Gaseta": UNO erwartet harten Kampf russischer Unternehmen um Aufträge

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    MOSKAU, 27. Mai (RIA Nowosti). Russische Unternehmer möchten auf dem Markt der UNO-Aufträge die gleichen Vertragsbedingungen haben wie die Geschäftsleute aus anderen Ländern. Vorerst aber sieht es so aus, dass die russischen Geschäftsleute höchstwahrscheinlich mit größtem Einsatz um die UNO-Bestellungen werden kämpfen müssen, schreibt die Tageszeitung „Nesawissimaja Gaseta" am Freitag.

    In der am Donnerstag zu Ende gegangenen zweitägigen 30. Tagung der UNO-Arbeitsgruppe für Einkäufe (IAPWG) in Moskau verwies der Präsident der Industrie- und Handelskammer Russlands, Jewgeni Primakow, auf die schwache Beteiligung russischer Firmen am Markt der UNO-Aufträge. Russlands Anteil an solchen Bestellungen ist jetzt gering und bezieht sich auf Transportdienstleistungen, hauptsächlich auf Charterflüge, obgleich das Potential der Konkurrenzfähigkeit bei russischen Waren und Dienstleistungen viel größer ist.

    Auf der Tagung in der Industrie- und Handelskammer wurde bekannt gegeben, dass die Informationen über die UNO-Ausschreiben und Beteiligungsbedingungen ab jetzt für die russischen Geschäftsleute zugänglich sein werden.

    Dennoch teilte James Provenzano, Vorsitzender der Tagung, mit, dass die UNO heute keine konkreten Bestellungen für Russland hat, die im Rahmen der Tagung unterzeichnet werden könnten. „Wir befinden uns erst in der Phase von Kontakten", hieß es. „Die UNO erwartet einen harten Kampf russischer Unternehmen um unsere Verträge. Und die größte Aufgabe für die Unternehmen besteht jetzt darin, mehr Verantwortung zu zeigen."

    Nach Ansicht von UNO-Experten haben russische Geschäftsleute vorerst Probleme mit der Risikoverwaltung. Die Tatsache, dass sie die Bildung nationaler Geschäftsnetze vermeiden, vergrößert die bestehenden Gefahren für die Geschäftskontakte zusätzlich.

    Die UNO-Verträge mit vielen Ländern der Welt beliefen sich 2003 wertmäßig auf mehr als fünf Milliarden US-Dollar. Auf die Russland-Verträge der UNO einfielen 2004 lediglich 140 Millionen. Sie alle wurden im Rahmen der Friedensprogramme realisiert, während andere Länder an einer größeren Anzahl von UNO-Programmen teilnahmen.

    Dennoch waren in der UNO-Liste nach dem Stand vom 1. Januar 2005 bereits 52 russische Unternehmen registriert, inzwischen sind weitere 28 dazugekommen. Vorerst arbeitet aber die Weltorganisation nur mit rund drei Dutzend Unternehmen aus Russland zusammen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta".

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