00:02 17 Oktober 2017
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    Moskau und Beirut halten Einmischung in Libanons Angelegenheiten für unzulässig

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    MOSKAU, 27. Mai /RIA Nowosti/. Die Einmischung in die Angelegenheiten Libanons von außen sei unzulässig, meint man in Moskau und in Beirut. Darum geht es in einer am Freitag verbreiteten Mitteilung des russischen Außenministeriums nach den Ergebnissen des Libanon-Besuches des stellvertretenden Außenministers der Russischen Föderation, Alexander Saltanow.

    Der russische Vertreter wurde vom Präsidenten Libanons, Emile Lahoud, dem Vorsitzenden des Parlaments, Nahib Berri, dem Premierminister, Najib Mikati, und dem Außenminister, Mahmoud Hammoud, empfangen.

    „Während der Treffen verwiesen die beiden Seiten auf die Notwendigkeit, den inneren Frieden, Stabilität und nationales Einvernehmen zu erhalten, sowie auf die Unzulässigkeit einer Einmischung in die libanesischen Angelegenheiten von außen", wird in der Mitteilung unterstrichen.

    Unter Berücksichtigung der Erfüllung der Verpflichtungen durch Syrien, die sich aus der Resolution des UNO-Sicherheitsrates Nr. 1559 ergeben, wurden die Perspektiven der Realisierung dieser Entscheidung des Sicherheitsrates geprüft.

    „Es wurde die gemeinsame Meinung geäußert, dass die weitere Verstärkung des Drucks auf Syrien für die Interessen der Stabilität in der Region konterproduktiv ist", wurde im russischen Außenministerium betont.

    Während der Gespräche gab es einen interessanten Meinungsaustausch zu einem großen Kreis von regionalen Problemen und zu Fragen der Entwicklung der russisch-libanesischen Beziehungen. Die libanesische Seite bewertete die Situation im Lande im Vorfelde der bevorstehenden Parlamentswahlen. Alexander Saltanow brachte die Hoffnung auf einen Erfolg der Wahlen zum Ausdruck und hob hervor, dies werde es ermöglichen, in der Geschichte Libanons auf dem Wege des Fortschritts und der Festigung der Demokratie ein neues Kapitel einzuleiten.

    Bei den Treffen betonten die libanesischen Gesprächspartner die Wichtigkeit einer aktiven und ausgewogenen Politik, die Russland im Nahost als ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates und als Teilnehmer von vier internationalen Vermittlern betreibt.