00:02 17 Oktober 2017
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    Unruhen in Usbekistan: Opferzahl auf 173 angestiegen

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    TASCHKENT, 27. Mai (RIA Nowosti). Die Zahl der Todesopfer im Ergebnis der Unruhen in Usbekistan ist auf 173 angestiegen. Das geht aus einer Presseerklärung der usbekischen Generalstaatsanwaltschaft vom Freitag hervor.

    Drei Polizisten, die bei den Unruhen schwere Verletzungen erlitten hatten, seien in diesen Tagen im Krankenhaus gestorben.

    Laut den jüngsten Angaben befinden sich 276 Personen immer noch im Krankenhaus.

    Wie bereits berichtet, wurden in der Nacht zum 13. Mai und am darauffolgenden Tag im usbekischen Andischan eine Reihe von Terroranschlägen und Banditenüberfälle verübt, die Menschenopfer forderten. In diesem Zusammenhang nahm die usbekische Staatsanwaltschaft am 13. Mai Ermittlungen wegen Terrorismus, Anschlag auf die usbekische Verfassungsordnung, Massenunruhen und so weiter auf.

    Die Ermittler klären alle Umstände der Unruhen und suchen nach deren Verursachern. Außerdem werden die notwendigen Maßnahmen zur Einziehung der gestohlenen Waffen und Munition und zur Identifizierung der Leichen ergriffen.

    Von den 98 Personen, die wegen Verdachts der Verwicklung in die Terroranschläge festgehalten worden waren, wurden 52 inhaftiert. Sechs von ihnen, die sich freiwillig für schuldig bekannten und keinen Anteil am Tod von Zivilisten hatten, wurden vorläufig freigelassen.

    470 der insgesamt 527 Häftlinge, die von den Aufständischen befreit worden waren, kehrten freiwillig ins Gefängnis zurück. 15 weitere Häftlinge wurden gefasst und ebenfalls ins Gefängnis zurück gebracht. Die Fahndung nach den anderen geht weiter.

    14 der insgesamt 54 Geiseln wurden von den Terroristen getötet. Die übrigen Geiseln konnten von Sicherheitskräften lebend gerettet werden und bekommen derzeit die notwendige medizinische, psychologische und soziale Hilfe.

    Die Behörden ergreifen Maßnahmen zur Rückführung der Zivilisten, die von den Terroristen nach Kirgisien verschleppt worden waren. Bis jetzt kehrten zwei Frauen und vier Kinder heim.

    Die Ermittlungen gehen weiter, über ihr Ergebnis wird zusätzlich berichtet, so die Presseerklärung der usbekischen Generalstaatsanwaltschaft.