09:35 23 Januar 2017
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    Russlands Außenministerium erläuterte Position Lawrows zur jüngsten Entwicklung in Usbekistan

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    MOSKAU, 27. Mai (RIA Nowosti). Der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, hat die in Usbekistan gebildete Parlamentskommission aufgerufen, die Informationen über die Beteiligung äußerer Kräfte an den Ereignissen am 13. Mai in Andischan sorgfältig zu prüfen. Das teilte ein ranghoher Mitarbeiter des russischen Außenministeriums am Freitag mit. Auf Anfrage der RIA Nowosti kommentierte er die von den Massenmedien unterschiedlich interpretierte Antwort des Außenministers Sergej Lawrow auf die Journalistenfrage nach der Notwendigkeit einer internationalen Untersuchung.

    „Gerade darin besteht der Hauptsinn der Äußerungen des Ministers, bei dem jedes Wort diplomatisch abgewägt ist. Deshalb könnte jeder eigene Zusatz die vom Minister dargelegte Position des Außenministeriums Russlands entstellen", betonte der Diplomat.

    „Wir sind der Ansicht, dass diese Ereignisse untersucht werden müssen. Wir wissen, dass in Usbekistan auf Parlamentsbeschluss eine spezielle Kommission zur Untersuchung dieser Ereignisse gebildet wurde, darunter auch bezüglich des Vorgehens der Rechtsschutzorgane und der Regierung zur Herstellung der Ordnung", zitierte der Beamte den russischen Außenminister.

    „Wir erachten es als äußerst wichtig, bei der in Usbekistan eingeleiteten Untersuchung der Klärung der Ursachen der jüngsten Ereignisse besondere Aufmerksamkeit zu widmen, um vor allem festzustellen, wer, wie und mit wessen Hilfe die Gruppe von Personen organisiert hatte, die nach Usbekistan eingedrungen war und einen Milizposten und dann ein Armeeobjekt, Waffen und Regierungsgebäude gesetzwidrig in ihre Gewalt gebracht sowie Geiseln genommen hatte", sagte Lawrow.

    Wie der Minister weiter ausführte, „bedürfen die vorliegenden Angaben darüber, dass an dieser Gruppe äußere Kräfte beteiligt waren, einer möglichst sorgfältigen Prüfung", denn „es geht darum, die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus in dieser strategisch sehr wichtigen Region zu unterbinden".

    Der Mitarbeiter des Außenministeriums erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass in der vorangegangenen Sitzung der Gesetzgebungskammer des usbekischen Parlaments am Montag, dem 23. Mai, beschlossen wurde, eine „unabhängige Parlamentskommission zur allseitigen Untersuchung der Umstände der Ereignisse in der Stadt Andischan" zu bilden.

    Der Kommission gehören Vertreter aller Fraktionen der politischen Parteien sowie Mitglieder des Senats an.

    Die Kommission wurde beauftragt, „alle Umstände der Ereignisse in Andischan sorgfältig zu untersuchen, ihre Entwicklung allseitig zu analysieren sowie die Ursachen und die Bedingungen zu ermitteln, die zu den tragischen Ereignissen vom 13. Mai geführt hatten".

    In Andischan waren am 13. Mai das Gefängnis und eine Reihe von Regierungsgebäuden gewaltsam besetzt worden. Die Rechtsschutzorgane Usbekistans erstürmten das Haus der Stadtverwaltung und befreiten es völlig.

    Nach offiziellen Angaben wurden bei den Unruhen 169 Menschen getötet.

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