11:06 22 Januar 2017
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    Roskosmos-Chef hat Bedenken hinsichtlich des termingerechten Startes des Shuttels „Discovery" zur ISS im Juli 2005

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    MOSKAU, 27. Mai (RIA Nowosti). Der Chef der Russischen Raumfahrtagentur (Roskosmos), Anatoli Perminow, bezweifelt, dass der für Juli 2005 vorgesehene Start des Shuttles „Discovery" zur ISS termingerecht stattfindet.

    „Ich möchte glauben, dass der neue NASA-Chef, Michael Griffin, zusammen mit seinem Team den Shuttle im Juli starten wird, wie bereits früher angekündigt wurde, und ich hoffe, dass dieses Versprechen erfüllt wird. Aber ich fange schon daran zu zweifeln, denn der Start ist bereits zum dritten Mal verschoben worden, und das bedeutet schon etwas. Es kann doch alles im Voraus berechnet werden", sagte Perminow am Freitag bei einem Treffen mit Journalisten.

    Wie der amtliche Roskosmos-Sprecher Wjatscheslaw Dawidenko am Vortag mitteilte, finden das erste Treffen und die Verhandlungen Perminows mit Griffin über die Zeit der Wiederaufnahme der Shuttle-Flüge und über die Zukunft der ISS am 14. Juni in Le Burget statt, wo eine internationale Luft- und Raumfahrtausstellung veranstaltet wird.

    Wie Perminow bereits früher in einem Interview anmerkte, hat er alle Fragen an die NASA schon vorbereitet. Es bleibe nur noch, den Dialog fortzusetzen, sagte Perminow.

    Der Roskosmos-Chef machte kein Hehl daraus, dass er über die ständigen Verschiebungen des Startes des Schuttles „Discovery" besorgt sei.

    „Ende dieses Jahres laufen alle russischen Verpflichtungen zur Transportversorgung der ISS ab, 2006 muss alles neu geplant werden, alle Partner im Rahmen des ISS-Projektes müssen sich versammeln und darüber beraten, was sie weiter tun sollen", fügte Perminow hinzu.

    Seit der Katastrophe mit dem Schuttle „Columbia" am 1. Februar 2003 wird die ISS nur von russischen Raumschiffen versorgt. Es sind die bemannten Sojus-Raumschiffe, die die Besatzungen zur ISS befördern, und Transportraumschiffe vom Typ Progress.

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