00:18 23 September 2017
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    Kommissar des Europarates fordert dazu auf, dem Verschwinden von Menschen in Tschetschenien ein Ende zu setzen

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    MOSKAU, 27. Mai /RIA Nowosti/. Alvaro Gil-Robles verwies auf die Notwendigkeit, das Problem des Verschwindens von Menschen in Tschetschenien zu lösen. Nach dem Treffen mit Präsident Wladimir Putin erklärte der Kommissar, dass er in dem von ihm vorbereiteten Bericht, der sich auf Russland bezieht, auf die in Tschetschenien bestehenden Probleme eingegangen sei.

    „In diesem Zusammenhang möchte ich betonen, und ich werde immer darauf bestehen, - es ist notwendig, dem immer noch vorkommenden Verschwinden von Menschen in der Tschetschenischen Republik ein Ende zu setzen", sagte der Kommissar.

    „Es gilt, das Klima der Gesetzlosigkeit, das immer noch besteht und bei dem wir die entführten Menschen nicht auffinden können, zu beseitigen", fügte er hinzu.

    Der Kommissar erklärte auch, dass er über den Gerichtsbeschluss im Prozess gegen Ulman schockiert sei.

    „Ich hoffe, dass das russische Gerichtssystem das korrigieren wird", sagte der Kommissar des Europarates am Freitag gegenüber Journalisten.

    Das Nordkaukasische Bezirksmilitärgericht erklärte vier Angeklagte im sogenannten Fall Ulman für unschuldig und sprach sie frei.

    Das Gericht fasste diesen Beschluss auf Grund des Verdiktes der Geschworenen.

    Hauptmann Eduard Ulman wurde zusammen mit drei anderen Militärangehörigen beschuldigt, im Januar 2002 während einer Aufklärungsoperation in Tschetschenien auf ein Auto geschossen und es danach verbrannt zu haben, wobei sechs Personen ums Leben gekommen sind.

    Das Gericht stellte fest, dass Ulman und seine Gruppe auf ein Auto geschossen hatten, das das Signal zum Halten ignoriert hatte. Außerdem handelte diese Gruppe danach auf Befehl der Vorgesetzten.

    Der Fall Ulman wurde wiederholt vor Gericht verhandelt. Früher hatte das Geschworenenkollegium die Angehörigen der Sondertruppe ebenfalls für unschuldig erklärt. Die Klägerpartei erklärte ihre Absicht, das Urteil des Gerichtes anzufechten.