17:01 20 Januar 2017
Radio
    Politik

    Flüssiggas von Sachalin wird 2008 nach Japan geliefert

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 1 0 0
    JUSCHNO-SACHALINSK, 30. Mai (RIA Nowosti). Das Unternehmen Sakhalin Energy gab am Montag die Unterzeichnung der Hauptbedingungen eines Abkommens mit der japanischen Gesellschaft Hiroshima Gas über die Lieferung von verflüssigtem Erdgas (russ. Abk.: SPG) in einem Umfang von 210 000 Tonnen im Jahr im Laufe von 20 Jahren bekannt, wurde im Pressedienst von Sakhalin Energy, Hauptoperator des Projekts, mitgeteilt.

    „Das Handelsgeschäft mit Hiroshima Gas ist schon das fünfte Abkommen mit japanischen Energieunternehmen. Es wird erwartet, dass die Flüssiggaslieferungen im Jahre 2008 aufgenommen werden", berichtete der Gesprächspartner der Agentur.

    Der Exekutivdirektor von Sakhalin Energy, Yen Craig, erklärte, dass dieses „Abkommen ein weiteres Mal die Fähigkeit Russlands, unter anderem von Sachalin, bestätigt, künftig mit langfristigen Verträgen einer der wichtigen Lieferanten von Energieträgern nach Japan zu werden".

    Das heutige Geschäft ist auch das erste Abkommen, das den Einsatz von Kleinschiffen für den SPG-Transport vorsieht. Im Unterschied zu anderen Verträgen, in deren Rahmen für den SPG-Transport gewöhnlich Tanker mit einem Fassungsvermögen von über 125 000 Kubikmetern eingesetzt werden, plant Hiroshima Gas, ein eigenes Schiff der Eisklasse mit einer Ladekapazität von 20 000 Kubikmetern für die Beförderung von Flüssiggas zu ihrem Terminal im Süden der Insel Honshu zu gebrauchen.

    Liefern soll das verflüssigte Erdgas ein Werk mit einer Leistung von 9,6 Millionen Tonnen im Jahr, das im Raum der Siedlung Prigorodnoje an der Küste der Aniwa-Bucht ganz am Süden von Sachalin gebaut wird.

    Das wird das erste Werk für die Verflüssigung von Erdgas in Russland sein. Zurzeit sind die Arbeiten an der Projektierung, der materiell-technischen Versorgung und dem Bau des SPG-Werkes zu mehr als 65 Prozent abgeschlossen.

    Hiroshima Gas ist nicht die erste japanische Gesellschaft, mit der Sakhalin Energy ein Geschäft über die Flüssiggaslieferung abschloss. Denn solche Geschäfte wurden bereits mit Tokyo Gas über die Lieferung von 1,1 Millionen Tonnen im Jahr im Laufe von 24 Jahren, mit Tokyo Electric über die Lieferung von 1,5 Millionen Tonnen im Jahr im Laufe von 22 Jahren, mit Kyushu Electric über die Lieferung von 500 000 Tonnen im Jahr im Laufe von 22 Jahren und mit Toho Gas über die Lieferung von 300 000 Tonnen im Jahr im Laufe von 24 Jahren abgeschlossen.

    Und solche Abkommen wurden auch mit der Gesellschaft Baja Mexico über die Lieferung von 1,6 Millionen Tonnen verflüssigtes Erdgas im Jahr im Laufe von 20 Jahren sowie mit der koreanischen Gaskorporation Kogas über die Lieferung von 1,5 Millionen Tonnen im Laufe von 20 Jahren ab 2008 erzielt.

    Das Sachalin-2-Projekt sieht die Erschließung von zwei Vorkommen vor: des Piltun-Astochski-Vorkommens (hauptsächlich Erdölvorkommen mit Begleitgas) und des Lunski-Vorkommens (vorwiegend Gasvorkommen mit Begleitgaskondensat und einer Erdöllagerstätte in fossilen Flussläufen) am Nordostschelf der Insel. Die beiden Vorkommen wurden in den 80er Jahren entdeckt. Die industriellen Gesamtvorräte an Kohlenwasserstoffen der beiden Vorkommen belaufen sich auf über 1 Milliarde Barrel (150 Millionen Tonnen) Erdöl und auf mehr als 500 Milliarden Kubikmeter (18 Billionen Kubikfuß) Erdgas, was ungefähr dem Umfang des russischen Erdgasexports nach Europa im Laufe von fünf Jahren entspricht.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren