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    Die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit Russlands mit Irak hängt von der Sicherheitslage ab

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    MOSKAU, 30. Mai (RIA Nowosti). Die Wiederaufnahme einer umfassenden ökonomischen Zusammenarbeit Russlands mit Irak hängt unmittelbar von der Sicherheitslage in dem arabischen Land ab, erklärte der russische Außenminister, Sergej Lawrow, in einem Interview für die kuwaitische Nachrichtenagentur KUNA.

    „Für Russland stellte Irak immer einen Schwerpunkt dar. Wir sind an der Kooperation mit der gegenwärtigen Übergangsregierung interessiert. Wir sind ferner bereit, uns den internationalen Bemühungen, vor allem unter der Ägide der UNO, anzuschließen, um zur Festigung der irakischen Staatlichkeit beizutragen", unterstrich der Minister.

    Er fügte hinzu, dass „die Erarbeitung einer Verfassung für Irak von außerordentlicher Bedeutung ist". „Wir sind von der Notwendigkeit einer aktiven Beteiligung der UNO an ihrer Vorbereitung überzeugt", sagte Sergej Lawrow.

    Die Wiederaufnahme einer umfassenden wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Russland und Irak hängt ihm zufolge „direkt von der Sicherheitslage ab". „Wir brauchen natürlich Garantien, dass unsere Bürger nicht Terroranschlägen zum Opfer fallen", erklärte der Minister.

    Ferner unterstrich er, dass „es bislang gelungen ist, den zeitlichen Rahmen für den politischen Prozess einzuhalten, der in der Resolution 1546 des UN-Sicherheitsrats festgeschrieben ist, obwohl man nicht behaupten kann, dass alles glatt und problemlos abläuft".

    „Dennoch, es konnten solche Zwischenschritte wie die Wahl der provisorischen Nationalversammlung und die Regierungsbildung mit Ibrahim al-Dschaafari an der Spitze getan werden. Nun steht die Erarbeitung und die Abstimmung über den Entwurf einer neuen irakischen Verfassung durch einen Volksentscheid sowie die Bildung ständiger Machtorgane auf der Tagesordnung", so der russische Außenminister.

    „Es geht indes nicht nur um einzelne Maßnahmen. Das Wesen einer Regelung in Irak besteht darin, das nationale Einvernehmen auf der Grundlage des politischen Dialogs herbeizuführen. Das ist kein einfacher Weg. Aber nur so können die Rechte aller nationalen und konfessionellen Gemeinschaften, die das Volk Iraks bilden, gewahrt werden", unterstrich Sergej Lawrow.

    „Wenn dieses Ziel erreicht wird, dann gelingt es auch, dem Terrorismus und der Gewalt insgesamt Einhalt zu gebieten", sagte der Minister

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