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    Erster Bauabschnitt der Östlichen Erdölleitung wird 2008 fertig gestellt

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    MOSKAU, 30. Mai /RIA Nowosti/. Der erste Bauabschnitt der sogenannten Östlichen Erdölleitung vom ostsibirischen Vorkommen Taischet bis Nachodka, eine Hafenstadt an der Westküste des Japanischen Meeres, 90 Kilometer östlich von Wladiwostok, soll 2008 fertig gestellt werden.

    „Die Arbeiten zur Projektierung der Erdölleitung sollen im kommenden Juli abgeschlossen werden, der erste Bauabschnitt der Erdölleitung Taischet - Nachodka soll 2008 fertig gestellt werden", sagte Viktor Christenko, Minister für Industrie und Energiewirtschaft, in einer Beratung des Präsidenten Russlands, Wladimir Putin, mit den Regierungsmitgliedern.

    Christenko verwies darauf, dass die Regierung am 31. Dezember den Beschluss zur Projektierung der Östlichen Erdölleitung auf der Strecke Taischet - Nachodka gefasst hatte. Ihm zufolge unterzeichnete die Regierung am 26. April einen mit den Ministerien für Naturressourcen und für Wirtschaftsentwicklung und Handel abgestimmten Beschluss zu Bauabschnitten der Rohrleitung Taischet - Nachodka. "Der erste Bauabschnitt umfasst den Aufbau des Rohrleitungssystems auf dem Abschnitt von Taischet im Westen bis Skoworodino im Osten /Amur-Gebiet, 75 Kilometer nördlich der Grenze zu China/", vermerkte Christenko.

    „Die Kapazität des ersten Bauabschnitts beträgt 30 Millionen Tonnen, er ist für den Transport von westsibirischem Öl bestimmt", präzisierte der Minister. „Ein wesentliches Moment des ersten Bauabschnitts ist die Schaffung des Öltank-Synchronterminals. Dieses Terminal wird 30 Millionen Tonnen Rohöl umschlagen können", betonte Christenko.

    Ihm zufolge wird im Raum Skoworodino eine Öltankbühne gebaut, die ermöglichen soll, erstes Erdöl in Eisenbahnkesselwagen umzuladen und bis zum Öltankterminal zu befördern.

    Es ist geplant, dass an diese Erdölleitung Surgutneftegas und Yukos mit ihren Erdölfeldern in Ostsibirien angeschlossen werden.

    Wie Christenko meint, werde es dadurch möglich sein, die Handlungen der erdölfördernden Gesellschaften zu synchronisieren, damit der zweite Bauabschnitt der Pipeline /von Skoworodino bis Nachodka/ mit der Einsicht in die Perspektiven deren Belastung beginnt.

    „Das Ministerium für Naturressourcen schließt die Abstimmung der Programme zur Überlassung der Erdölfelder Ostsibiriens, die noch nicht verteilt sind, in die Nutzung ein, damit sie die Hauptbasis für die Realisierung des zweiten Bauabschnitts der Östlichen Erdölleitung schaffen", betonte Cristenko.

    Außerdem sei laut dem Minister vorgesehen, die vorhandenen Kapazitäten der Ölleitungen auf dem Abschnitt von Westsibirien bis Taischet auf 30 Millionen Tonnen zu steigern. Es werde geplant, dass „die Schaffung dieser Kapazitäten ausschließlich auf Kosten der Beschaffung von Ressourcen, ohne Spezialbeschlüsse der Regierung und ohne Präferenzmaßnahmen, erfolgen wird".

    Wladimir Putin verwies seinerseits auf die Notwendigkeit, die Pläne zum Bau der Östlichen Erdölleitung mit den Absichten der AG „Russische Eisenbahnen", den Gütertransport in dieser Richtung zu steigern, zu synchronisieren.

    Japan kann aber indessen seine Teilnahme an der Finanzierung der Erdölleitung Ostsibirien - Pazifik absagen, wenn Russland sich dazu entschließen sollte, zunächst die Abzweigleitung nach China zu bauen.

    „Wenn die Erdölleitung auf halbem Wege halt machen würde, besteht das Risiko, dass das Erdöl nie nach Japan gelangt", sagte der Handelsminister Japans, Shoichi Nakagawa. „Ich habe Russland zu verstehen gegeben, dass wir nicht in der Lage sein werden, Geld unserer Steuerzahler für ein derart riskantes Projekt bereit zu stellen."

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