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    Lawrow: Ein von Massenvernichtungswaffen freier Naher Osten entspricht den Interessen Russlands

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    MOSKAU, 30. Mai (RIA Nowosti). Die Schaffung einer von Massenvernichtungswaffen freien Zone im Nahen Osten entspreche den langfristigen nationalen Interessen Russlands nicht weniger als denen der Nahoststaaten selbst. Das erklärte der Außenminister der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, in einem Interview für die Kuwaiter Nachrichtenagentur KUNA.

    „Die Schaffung einer von Massenvernichtungswaffen freien Zone in der Region ... wäre zweifellos ein wesentlicher Beitrag zur Sache der Festigung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit", betonte der Minister.

    „Russland ist grundsätzlich dafür, dass im Nahen Osten eine von Massenvernichtungswaffen, darunter auch von Kernwaffen, freie Zone geschaffen wird", sagte er. „Diese Idee wurde bereits 1958 von Moskau vorgebracht... Wir sprachen uns wiederholt auch zugunsten eines Systems der regionalen Sicherheit am Persischen Golf aus."

    In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass Russlands Präsident Wladimir Putin im Verlaufe seines Besuches in Ägypten, Israel und auf dem palästinensischen Territorium im April 2005 „klar zu verstehen gab: Hier darf kein Kernwaffeneinsatz zugelassen werden, denn er würde sich zu einer Tragödie nicht nur für die Zielländer, sondern auch für ihre Nachbarn auswachsen".

    „Fragen im Zusammenhang mit der Gewährleistung der Sicherheit im Nahen Osten wurden in den vergangenen zehn Jahren wiederholt im Rahmen der Arbeitsgruppe für Rüstungskontrolle und regionale Sicherheit erörtert; die Gruppe entstand 1991 im Zuge multilateraler Verhandlungen, die 1999 in Madrid eingeleitet worden waren", sagte Lawrow.

    Seinen Worten zufolge gelang es den Experten dieser Gruppe, „beim Formulieren der regionalen Prinzipien, Hauptrichtungen und Zielen der Rüstungskontrolle und der Sicherheitsmaßnahmen im Nahen Osten wesentlich voranzukommen". Des Weiteren betonte der Minister: „Wir halten dafür, dass das Getane nicht ungenutzt liegen bleiben darf."

    „Wir gehen davon aus, dass erst dann von einer ernsten kollektiven Arbeit in diesem Bereich gesprochen werden kann, wenn der Prozess der vollumfänglichen arabisch-israelischen Regelung wieder aufgenommen wird. Es ist unsere Überzeugung: Für die Schaffung eines ganzheitlichen Systems der regionalen Sicherheit ist ein günstiges politisches Klima notwendig; auf seine Herbeiführung war denn auch der jüngste Nahost-Besuch von Russlands Präsidenten Wladimir Putin gerichtet", stellte der Außenminister der Russischen Föderation fest.

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