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    Russland übertraf im Jahr 2004 die entwickelten Länder hinsichtlich des Industriewachstums

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    MOSKAU, 30. Mai (RIA Nowosti). Russland übertraf im Jahr 2004 die entwickelten Länder hinsichtlich des Industriewachstums und nimmt bei der Arbeitslosigkeit den dritten Platz ein. Diese Angaben gab das staatliche Statistikamt Rosstat in einer Zusammenfassung bekannt, die heute bei RIA Nowosti einging.

    Bei der Erarbeitung des Materials stützte sich die Behörde auf die vom Internationalen Währungsfonds herausgegebene „International Financial Statistics" und operative Daten der nationalen Statistikämter, die gemäß den Standards für die Datenverbreitung (SDDS) des IWF ("Special Data Dissemination Standard") im Internet zur Verfügung gestellt werden müssen.

    Gemäß den veröffentlichten Daten wuchs die Industrieproduktion in Russland gegenüber 2003 im Jahre 2004 um 7,3 Prozent. Den zweiten und dritten Platz nahmen Japan und die USA ein, wo die Industrieproduktion im ersten Halbjahr um 5,3 Prozent beziehungsweise um 4,2 Prozent anstieg. Danach kommen Kanada mit 3,6 Prozent, Deutschland mit 2,9 Prozent, Frankreich mit 2,4 Prozent und Großbritannien mit 0,5 Prozent. In Italien ging die Industrieproduktion im dritten Quartal um 0,5 Prozent zurück.

    Bei der Arbeitslosigkeit gelangte Deutschland im Jahre 2004 mit einer Rate von 11,7 Prozent bei der ökonomisch aktiven Bevölkerung auf den ersten Platz. Den zweiten Platz nimmt Frankreich mit 9,6 Prozent ein, während Russland mit 8,2 Prozent auf dem dritten Platz liegt. Nach vorläufigen Angaben beträgt die Arbeitslosenrate in Italien 8 Prozent, in Kanada 7,2 Prozent und in den USA 5,5 Prozent. Japan und Großbritannien wiesen im vergangenen Jahr eine Arbeitslosenrate von jeweils 4,7 Prozent auf. In Italien waren nach vorläufigen Angaben im Jahre 2004 rund 8 Prozent der ökonomisch aktiven Bevölkerung beschäftigungslos. Großbritannien wies im vierten Quartal eine Rate von 4,6 Prozent auf.

    Im März hatte Deutschland die höchste Arbeitslosenrate (13,8 Prozent), gefolgt von Frankreich (10,2 Prozent) und Russland (8,1 Prozent).

    Die Verbraucherpreise stiegen in Russland zum Ende des Jahres 2004 um 11,7 Prozent. Bei den entwickelten Ländern hatte Großbritannien mit 3 Prozent die höchste Inflationsrate. In den USA und Italien betrug die Kennziffer 2,7 beziehungsweise 2,2 Prozent, während sie in Frankreich bei 2,1, in Kanada bei 1,8 und in Deutschland bei 1,7 Prozent lag. In Japan weist die Inflationsrate ein Nullwachstum auf: die Preise veränderten sich im vergangenen Jahr nicht.

    Die Inflation in Russland übertraf im März die Kennzahlen der entwickelten Länder mit 1,3 Prozent deutlich. Die Verbraucherpreise stiegen in Großbritannien um 0,4 Prozent, in den USA, Italien und Japan um 0,3 Prozent sowie in Frankreich, Kanada und Deutschland um 0,6 Prozent.

    Im vierten Quartal des Jahres 2004 zeigte Russland mit 6,7 Prozent gegenüber den entwickelten Ländern das höchste Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt. Die USA und Kanada belegten bei dieser Kennzahl mit 3,9 beziehungsweise 3 Prozent den zweiten und den dritten Platz. Danach kommen Großbritannien mit 2,9 Prozent, Frankreich mit 2,2, Deutschland mit 1,3 und Italien mit 0,8 Prozent.