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    Urteilsverkündung im Prozess gegen den Ex-Chef von Yukos wird morgen fortgesetzt

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    MOSKAU, 30. Mai /RIA Nowosti/. Im Meschtschanski Gericht von Moskau wurde im Prozess gegen Michail Chodorkowski, Platon Lebedew und Andrej Krainow eine Pause bis Dienstag, 31. Mai, eingelegt.

    Die den Vorsitz führende Richterin Irina Kolessnikowa erklärte: „Es wird eine Pause bis zum nächsten Verhandlungstag eingelegt."

    Das Gericht beendete die Verkündung des Urteils nach dem Anklagepunkt der betrügerischen Aneignung von Haushaltsmitteln durch Andrej Krainow und ging an die Einschätzung der Sachverständigengutachten heran, die von der Verteidigung im Verlaufe der Verhandlung vorgelegt worden waren. /Über Krainow wird, im Unterschied zu seinen beiden „Kollegen" auf der Anklagebank, wegen des teilweisen Schuldbekenntnisses und der Zusammenarbeit mit der Untersuchung, am wahrscheinlichsten eine Bewährungsstrafe verhängt/.

    Das Gericht erkannte die Gutachten der Experten für unzulässig an, weil die Verteidigung nicht berechtigt ist, Beweise durch das Heranziehen von Experten zu sammeln, sagte Richterin Kolessnikowa.

    Der Verteidiger des Ex-Chefs von Yukos Genrich Padwa weigerte sich, das Urteil gegen seinen Mandanten, das verkündet wird, zu kommentieren. Er konnte auch das voraussichtliche Datum des Abschlusses der Urteilsverkündung und der endgültigen Beschlussfassung im Gericht nicht nennen.

    /Die Urteilsverkündung im vereinigten Verfahren gegen drei Yukos-Angehörige wurde am 16. Mai begonnen/.

    Die Holding Menatep war der größte Aktionär von Yukos. 2003 gehörten ihr 44 Prozent der Aktien. Laut Angaben der Untersuchung gründete Menatep die Scheingesellschaft Wolna, um ungesetzliche Geschäfte abzuschließen. Ihr Generaldirektor ist Andrej Krainow.

    Die Verhandlung des Falls Chodorkowski, Lebedew und Krainow dauerte an die zehn Monate.

    Chodorkowski wird seit fast anderthalb Jahren im Untersuchungsgefängnis gehalten, der Chef von Menatep, Platon Lebedew, - seit einem Jahr und acht Monaten, Krainow hat sich schriftlich verpflichtet, seinen ständigen Aufenthaltsort nicht zu verlassen.

    Chodorkowski und Lebedew werden nach je sieben Artikeln des Strafgesetzbuches angeklagt, darunter: Steuerhinterziehung und Betrug in großem Ausmaß. Krainow wird von der Anklage des Betruges, der Schädigung von Sachvermögen und der Nichterfüllung eines in Kraft getretenen Gerichtsbeschlusses beschuldigt.

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