16:34 18 Oktober 2017
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    Situation an kirgisisch-usbekischer Grenze kommt wieder ins Lot

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    BISCHKEK, 30. Mai /RIA Nowosti/. Der Grenzübergang zwischen Kirgisien und Usbekistan hat nach den Ereignissen vom 13. Mai im Fergana-Tal seine gewöhnliche Arbeit wieder aufgenommen. Das berichtete am Montag der Pressedienst des kirgisischen Grenzschutzes.

    "Die Einheiten und Verbände, die im Süden der Republik stationiert sind, führen ihren Dienst zur Überwachung der kirgisisch-usbekischen Grenze im Alltagsregime weiter", bemerkte der Pressesprecher.

    Doch obwohl der Zustand dieses Abschnitts "im Ganzen als zufriedenstellend charakterisiert" wird, werden die Polizei und die Geheimdienste gemeinsam mit den Grenzschutztruppen auch weiterhin operative Maßnahmen treffen.

    Kirgisien hatte die Grenze zu Usbekistan gleich nach den Ereignissen vom 13. Mai in Andischan, der zweitgrößten Stadt von Usbekistan, abgeriegelt.

    Das an Usbekistan angrenzende kirgisische Gebiet Osch ist fast zur Hälfte von ethnischen Usbeken bevölkert, deshalb strömte der Großteil der Flüchtlinge aus Usbekistan dorthin.

    Bei den bewaffneten Zusammenstößen, die laut dem offiziellen Taschkent von radikalen Islamisten aus der Regionalabteilung der internationalen terroristischen "Partei der islamischen Befreiung" ("Hisb-ut-Tahrir") provoziert wurden, kamen 173 Personen ums Leben. Internationale Menschenrechtsorganisationen geben andere Zahlen an, und zwar mehr als 1000 Tote.

    Nach den Ereignissen vom 13. Mai in Andischan hat die Generalstaatsanwaltschaft von Usbekistan ein Ermittlungsverfahren wegen Terrorismus, Anschlag auf den Verfassungsaufbau von Usbekistan, Massenunruhen, Geiselnahme und anderen Verbrechen eingeleitet.

    Von den 98 Festgenommenen, die der Teilnahme an Terroranschlägen verdächtigt werden, befinden sich 52 Personen in Haft. Sechs von ihnen, die ihre Taten aufrichtig bereut und nicht den Tod unschuldiger Menschen auf dem Gewissen haben, wurden aus der Haft entlassen.

    Von den 527 Sträflingen, die während der Krawalle illegal aus dem Gefängnis befreit wurden, haben sich 470 freiwillig gestellt. 15 wurden zwangsweise zurückgebracht. Nach den anderen wird gefahndet.

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