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    "Nowyje Iswestija": Georgiens Außenministerin mit Ergebnissen der Verhandlungen mit Sergej Lawrow zufrieden

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    MOSKAU, 31. Mai (RIA Nowosti). Bei ihren Verhandlungen am Montag haben die Außenminister Georgiens und Russlands, Salome Surabischwili und Sergej Iwanow vereinbart, dass Russland den Abzug der Militärstützpunkte vom georgischen Territorium 2008 abschließen wird, berichtet die Tageszeitung "Nowyje Iswestija" am Dienstag.

    In ihrem "Nowyje Iswestija"-Interview äußerte sich Frau Surabischwili sehr befriedigt über die Verhandlungen. "Der Tag, an dem sie stattgefunden haben, kann wirklich als historisch gelten", betonte sie. Nach ihrer Überzeugung begannen an diesem Tag neue Beziehungen und eine qualitativ neue Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.

    Bei den Verhandlungen mussten beide Seiten Zugeständnisse machen. Ursprünglich hatte Georgien Ende 2007 als den endgültigen Termin für den Truppenabzug genannt. Russland schlug 2009 dafür vor. "Die Tatsache, dass wir uns auf 2008 geeinigt haben, ist ein vernünftiger Kompromiss", so die Ministerin.

    Hinter dem Begriff "etappenweiser Truppenabzug" steht ein ganzer Aktionsplan, der bereits berechnet und geregelt ist. 2005 werden alle Militärobjekte, ausgenommen die Stützpunkte selbst, der georgischen Seite übergeben. 2006 wird die schwere Technik aus Achalkalaki (in der Nähe der Grenze zu Armenien) abgezogen. Im folgenden Jahr wird der Stützpunkt Achalkalaki geschlossen. 2008 wird die restliche schwere Technik aus Batumi (Hafenstadt am Schwarzen Meer) abgezogen, wonach der Stützpunkt Batumi geschlossen wird.

    Was eine Verlegung der russischen Militärstützpunkte aus Georgien nach Armeinen bzw. Abchasien (nicht anerkannte Republik auf dem Territoritorium Georgiens) anbelangt, so hänge das von Georgien nicht mehr ab, stellte die georgische Außenministerin fest.

    Wie sie betonte, sind die Militärstützpunkte nicht das letzte Problem, das die russisch-georgischen Beziehungen behindert. "Wir haben eine ganze Reihe von Problemen", sagte Surabischwili. "Die wichtigsten davon sind mit der Situation verbunden, die um die nicht geregelten Konflikte entsteht. Das Hauptproblem liegt aber in der historisch bedingten emotionalen Last, die mit der Klärung der Frage verbunden ist, was mir gehört und was nicht. Dies belastet alle anderen Probleme und erschwert deren Lösung." Die Beseitigung dieses negativen emotionalen Hintergrunds würde die Möglichkeit bieten, eine günstige Atmosphäre für die Gestaltung neuer, wirklich guter Beziehungen zwischen Georgien und Russland zu schaffen, erklärte die Ministerin abschließend.

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