01:00 23 Oktober 2017
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    China erwägt Entsendung von Truppen nach Kirgisien

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    PEKING, 31. Mai /RIA Nowosti/. Die chinesische Seite kann die Frage der Entsendung seiner Truppen nach Kirgisien "ernsthaft prüfen". Wie die Zeitung "Huanxia Shibao" am Dienstag schreibt, erklärte das der offizielle Sprecher des Außenministeriums der VRCh, Liu Jianchao.

    Nach Meldungen einer Reihe von Massenmedien erklärte der amtierende Präsident Kirgisiens, Kurmanbek Bakijew, am 25. Mai, dass er einer Stationierung von Kräften der Organisation des Vertrages über die kollektive Sicherheit (Russ. Abk.: ODKB) mit Russland an der Spitze sowie von Truppen der Schanghaier Organisation für die Zusammenarbeit (SOZ), darunter auch Chinas, auf dem Territorium der Republik zustimmen werde. Die Erklärung folgte, nachdem in Gebieten Usbekistans, die an Kirgisien angrenzen, Massenunruhen ausgebrochen waren. Die offiziellen Behörden Usbekistans erklärten, dass islamische Extremisten an diesen Unruhen schuldig seien.

    Nach Angaben der Zeitung hob Liu Jianchao hervor, dass China bislang keine Kräfte im Ausland stationiert habe.

    "Die Stationierung von Streitkräften in südlichen Gebieten Kirgisiens könnte im Kampf gegen Terrorismus, Separatismus und Extremismus nützlich sein", zitiert die Zeitung die Worte Liu Jianchaos. Aber China habe damit keine Erfahrungen, fügte der Diplomat hinzu.

    Im chinesischen Außenministerium hat man seine Worte vorläufig weder widerlegt noch bestätigt.

    Die Schanghaier Organisation für die Zusammenarbeit wurde im Juni 2001 gegründet. Ihre Mitglieder sind China, Kasachstan, Kirgisien, Russland, Tadschikistan und Usbekistan.

    Die Organisation des Vertrages über die kollektive Sicherheit wurde 1992 gegründet. Ihr gehören Armenien, Kasachstan, Kirgisien, Russland, Tadschikistan und Weißrussland an.

    Eine der Hauptaufgaben beider Organisationen ist die Sicherheit in der Zentralasiatischen Region.