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    Russische Experten kontrollieren brasilianische Geflügelfarmen

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    RIO DE JANEIRO, 31. Mai (RIA Nowosti). Eine russische Expertengruppe beginnt am heutigen Dienstag eine Inspektion brasilianischer Fleischereien und Geflügelfarmen, die ihre Produkte nach Russland liefern. Dies teilte ein Sprecher des brasilianischen Landwirtschaftsministeriums in Săo Paulo mit.

    Ihm zufolge werden die Inspektionen bis Ende Juli andauern. Russische Experten beginnen ihren Einsatz im südbrasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul, der hauptsächlich Schwein- und Rindfleisch nach Russland liefert. Sie sollen landesweit insgesamt 200 Betriebe kontrollieren, die heutzutage eine Genehmigung der russischen Veterinäraufsichtsbehörde für Fleischlieferungen haben.

    Bekanntlich hatte Russlands Landwirtschaftsministerium am 15. April das zeitweilige Fleischeinfuhrverbot aus den meisten Bundesstaaten Brasiliens aufgehoben, das nach dem Ausbruch von Maul- und Klauenseuche in den Bundesstaaten Para und Amazonas im September vergangenen Jahres verhängt worden war. Für diese beiden Bundesstaaten bleibt das Embargo vorerst in Kraft.

    Russland ist für Brasilien ein wichtiger Absatzmarkt für Fleischprodukte. 2004 belegte Brasilien unter allen Rind- und Schweinefleischlieferanten Russlands einen führenden Platz. Sein Anteil an russischen Rind- und Schweinfleischeinfuhren betrug 35 bzw. 74 Prozent. Bei den Lieferungen von Geflügelfleisch rangierte Brasilien mit einem Anteil von 26 Prozent auf Platz zwei nach den USA (60 Prozent).

    Laut Angaben des brasilianischen Agrarministeriums stiegen die Ausfuhren von Fleisch und Fleischprodukten nach Russland im vergangenen Jahr auf 867 Millionen Dollar oder 14 Prozent der gesamten brasilianischen Fleischexporte. Die Ausfuhren von Rindfleisch und Schweinfleisch beliefen sich auf 239 bzw. 441 Millionen Dollar, der Export von Geflügelfleisch wurde mit 159 Millionen Dollar angegeben.

    2004 erreichten die Fleischlieferungen aus Brasilien nach Russland trotz des Embargos eine Rekordhöhe von 288.000 Tonnen.

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