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    50 russische Regionen am Programm zur staatlichen Unterstützung für Kleinunternehmen interessiert

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    MOSKAU, 31. Mai /RIA Nowosti/. Etwa 50 russische Regionen zeigten Interesse für die Beteiligung an einem Programm zur staatlichen Unterstützung für Kleinunternehmen, teilte Andrej Scharow, Direktor des Departements Staatliche Regelung in der Wirtschaft, in einem RIA-Nowosti-Interview mit.

    Ihm zufolge verlängerte das Wirtschaftsministerium auf Ersuchen von Regionen die Frist für die Einreichung von Anträgen bis zum 14. Juni. Früher war das der 5. Juni.

    „Dann werden wir im Laufe einer Woche die Ergebnisse der Ausschreibung zusammenfassen. Die Fristen sind sehr kurz", sagte Scharow.

    Im Wirtschaftsministerium erwartet man die meisten Anträge für die Gründung von Geschäfts-Inkubatoren - einer Infrastruktur für angehende Geschäftsleute. Ihnen werden Büros mit Telefonanschlüssen und Computer mit Internetzugang zu Vorzugsbedingungen bereitgestellt.

    Eine andere Richtung - die Subventionierung der Kosten für die Zertifizierung von Exporterzeugnissen - werde nach Meinung Scharows vor allem die Grenzregionen interessieren. Diese Maßnahme soll zur Einführung der Produkte von Kleinunternehmen auf Außenmärkten beitragen.

    Nach seinen Worten sei heute die Mikrokreditierung ein besonders perfekter Mechanismus. „Unternehmer werden schon heute kreditiert. Sobald aber eine Region Geld hat, kann sich der Unternehmer an das örtliche Machtorgan wenden und im Laufe von zehn Tagen Subventionen (50 Prozent des Kreditierungssatzes) bekommen", erläuterte der Beamte.

    Die Gründung von Venturefonds hält Scharow für eine neue und besonders interessante Richtung. Für die Schaffung solcher Fonds werden geschlossene Anteilinvestitionsfonds (russ. Abk.: PIF) mit minimalem Grundkapital von 200 Millionen Rubeln gegründet. 50 Millionen Rubel davon werden aus dem föderalen Haushalt bereitgestellt. Ebensoviel wird ein Subjekt der Russischen Föderation und 100 Millionen Rubel ein Privatunternehmen zur Verfügung stellen müssen. Die PIFs werden für sieben Jahre gegründet. „Das ist die minimale Frist, damit sich die Investitionen bezahlt machen", betonte Scharow.

    Solche Fonds werden es Kleinunternehmen ermöglichen, Innovationsentwicklungen zu realisieren. Sie können sich an einen PIF wenden, und der Fonds ist verpflichtet, im Laufe von 30 Tagen ihren Antrag zu prüfen und eine Investitionsentscheidung zu treffen. Dabei ist es wichtig, dass solche Fonds die Anträge nicht nur aus ihrer Region, sondern auch aus anderen Subjekten der Russischen Föderation annehmen werden.

    Der PIF wird von einer Verwaltungsgesellschaft geleitet, die auch Entscheidungen über die ökonomische Effektivität dieser oder jener Projekte treffen wird. „Der Vorteil dieses Systems besteht darin, dass der Privatinvestor sein Geld in gleichem Maße wie auch der Staat riskieren wird. Er wird die zweifelhaften Projekte nicht finanzieren", betonte Scharow.

    Auch für die Regionen ist dieses Projekt von Interesse. Die Region hat das Recht, in sieben Jahren nicht nur ihren, sondern auch den föderalen Anteil zu verkaufen. Deshalb wird sie an einer höheren Ertragsfähigkeit ihrer Investitionen interessiert sein und die Erfüllung des Vertrages durch die Verwaltungsgesellschaft kontrollieren. Außerdem übt der Föderale Dienst für Finanzmärkte die Kontrolle über PIF-Tätigkeit aus, betonte der Gesprächspartner der Agentur.

    Im Haushalt'2005 sind 1,5 Milliarden Rubel für die Unterstützung der Kleinunternehmen vorgesehen.

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